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148 Athletinnen und Athleten

Deutsche paralympische Mannschaft steht für Spiele in Rio de Janeiro fest

Einmarsch der deutschen Mannschaft bei den Paralympics vor vier Jahren in London. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Einmarsch der deutschen Mannschaft bei den Paralympics vor vier Jahren in London. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Die Deutsche Paralympische Mannschaft für Rio steht fest: Die Nominierungs- kommission des Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland hat die Namen der 148 Athleten (83 Männer, 65 Frauen) bekannt gegeben, die vom 7. bis 18. September 2016 an den XV. Paralympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro teilnehmen werden. Hinzu kommen eine Steuerfrau (Rudern), ein Pilot (Radsport) und ein Begleitläufer in der Leichtathletik.

Begleitet werden die 148 Athletinnen und Athleten, von denen 79 ihre Paralympics-Premiere erleben, von weiteren 94 Personen aus dem Funktionsteam, darunter Trainer, Ärzte und Betreuer. Insgesamt erwarten die Organisatoren aus Rio rund 4.350 Sportlerinnen und Sportler aus rund 180 Nationen, die in 23 Sportarten antreten werden. Triathlon und Kanu sind erstmals ins Paralympische Programm aufgenommen worden, in beiden Sportarten wollen auch deutsche Sportlerinnen und Sportler um Medaillen kämpfen. Jüngste Teilnehmerin der deutschen Mannschaft ist die 17-jährige Schwimmerin Janina Breuer, die älteste Marianne Buggenhagen. Für die 63-jährige Leichtathletin ist es bereits die siebte Teilnahme an Paralympischen Spielen. Weiterlesen

In Bonn und Warendorf

Sören Müller spielt mit Doppellizenz

Der ASV Bonn hat seine Planungen auf den Centerpositionen erfolgreich abgeschlossen. Sören Müller erhält beim Erstligisten aus der Beethovenstadt eine Doppellizenz und wird in der kommenden Saison neben seinem Stammverein BBC Warendorf in der 2. Liga Nord auch für den ASV auf Korbjagd fahren.

"Ich freue mich, ein Teil des ASV Bonn zu sein", sagt Sören Müller (rechts), hier beim Junioren-Länderpokal 2016. Foto: ASV Bonn

„Ich freue mich, ein Teil des ASV Bonn zu sein“, sagt Sören Müller (rechts), hier beim Junioren-Länderpokal 2016. Foto: ASV Bonn

Erstmals ist Müller den Verantwortlichen des ASV Bonn vor zwei Jahren beim Junioren-Länderpokal 2014 in der Bonner Hardtberghalle aufgefallen. Seine bisher größten Erfolge waren die Aufstiege mit Rahden und Warendorf in die 2. Liga Nord und natürlich der Gewinn des Junioren-Länderpokals 2014. Der Auszubildende zum Ergotherapeuten ist über seinen Vater, der selber jahrelang als Spieler und Trainer im Rollstuhlbasketball aktiv war, zu dieser faszinierenden Sportart gekommen und freut sich auf die kommende Aufgabe in Bonn: „Ich freue mich, ein Teil des ASV Bonn zu sein und mich mit den besten Spielern Deutschlands und der Welt messen zu können und möchte meinen Anteil dazu beitragen, dass der ASV wie früher in der 1. Liga bleibt.“

Mit Thomas Becker, Hannfrieder Briel, Oliver Hoffmann und Sören Müller verfügt der ASV für die Mission „1. Liga“ nun über ein Centerquartett, das für die so wichtige Lufthoheit unter den Körben sorgen kann. Weiterlesen

Goalballer vorbereitet

Über Umwege nach Rio

Voller Motivation und Vorfreude bereiten sich die deutschen Goalballer auf die erste Paralympics-Teilnahme seit zwölf Jahren vor.

Erstmals seit 12 Jahren nehmen die deutschen Goalballer 2016 wieder am paralympischen Wettbewerb teil. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Erstmals seit 12 Jahren nehmen die deutschen Goalballer 2016 wieder am paralympischen Wettbewerb teil. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

An den 12. November 2015 erinnert sich Michael Feistle noch ganz genau. „Um 7.56 Uhr hat das Telefon geklingelt“, berichtet der 23-Jährige. Am anderen Ende der Leitung: Deutschlands Goalball-Cheftrainer Johannes Günther. Der hatte neun Minuten zuvor per WhatsApp-Nachricht eines befreundeten Schiedsrichters aus dem Iran die Nachricht erhalten, dass China Asienmeister geworden ist. Und das bedeutete: die deutsche Goalball-Nationalmannschaft hat sich für die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert. Erstmals seit Athen 2004. Durchaus unerwartet und über viele Umwege. Und nach sechs langen Monaten des Bangens und Hoffens.

Doch das war an diesem frühen Donnerstagmorgen alles egal. „Ich habe vor Freude gefühlt meine Wohnung auseinandergenommen“, sagt Michael Feistle lachend. Der Traum von Rio – für Deutschlands Goalballer ist er Wirklichkeit geworden. Dabei waren eigentlich die Spiele in Tokio 2020 als Fernziel ausgegeben worden. 2009, bei der Heim-Europameisterschaft in München, war die Ballsportart, die von Sportlern mit Sehbehinderung betrieben wird, in Deutschland am Boden. Letzter Platz, Abstieg in den B-Pool. Zwar gelang ein Jahr später wieder der Aufstieg und 2011 der Klassenerhalt, doch die Paralympics in London wurden verpasst. „Dadurch hatten wir einen Umbruch in der Mannschaft und wurden in den folgenden Monaten durch Abgänge und Verletzungen immer wieder personell zurückgeworfen. Niemand hätte damals auch nur davon geträumt, dass wir es nach Rio schaffen würden“, erklärt Feistle. Doch mit Stefan Hawranke (31), Christian Friebel (27) und Reno Tiede (26) blieben drei Spieler an Bord – und bei einem Sichtungsturnier stießen u.a. mit Thomas Steiger (19) und Oliver Hörauf (19) zwei große Nachwuchstalente zum Team hinzu. „Das war unser großes Glück“, blickt Feistle zurück, der ursprünglich aus Düren (NRW) kommt, 2009 nach Marburg zog und seitdem die Leidenschaft für Goalball entdeckte. Weiterlesen

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