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Weltrekord im letzten Versuch

Markus Rehm elektrisiert das Publikum

Die deutsche paralympische Mannschaft hat am Samstag bei der Para Leichtathletik- Europameisterschaft in Berlin vier Medaillen gewonnen: Markus Rehm sprang zu Gold, Felix Streng zu Silber und Thomas Ulbricht zu Bronze. Zudem sprintete Lindy Ave über 100 Meter zu Silber.

Bekanntes Gesicht in der Leichtathletik: Markus Rehm. Foto: Binh Truong/ DBS

Der Weitsprung-Wettbewerb der Prothesen-Springer zog alle in seinen Bann: Für Markus Rehm vom TSV Bayer 04 Leverkusen war wenige Tage nach seinem 30. Geburtstag die große Frage, ob er erneut seinen Weltrekord verbessern kann, für Teamkollege Felix Streng hingegen, wie nah er an den Dominator herankommt. Nachdem Streng bereits im ersten Versuch seine persönliche Bestleistung mit 7,49 Meter übertroffen hatte, sprang er im zweiten Versuch sogar 7,71 Meter. Allerdings verschenkte der 23-Jährige dabei am Brett noch viel, so dass immer spannend war, ob er nicht auch noch über acht Meter kommen könnte. Rehm hatte in seinem ersten Sprung 7,75 Meter vorgelegt, bevor er sich im dritten auf 8,00 Meter absetzte. Nach 8,02 Meter und 8,11 Meter sowie Strengs letztem Sprung war klar, dass Rehm Europameister ist. Angetrieben vom rhythmischen Klatschen der 5000 Zuschauer legte er alle Kraft in den Absprung, flog und landete bei 8,48 Meter – Weltrekord. Ein Zentimeter mehr als noch Anfang Juli in Japan. Weiterlesen

Knapper 44:43-Sieg in Hamburg

Happy End in Bronze

Das Sommermärchen 2018 hat sein Happy End gefunden. In einem wahrhaften Krimi setzten sich die deutschen Damen im Spiel um Platz drei bei der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg hauchdünn mit 44:43 gegen China durch. In der ausverkauften edel-optics.de Arena ließ sich das Team um Cheftrainer Martin Otto verdient von seinen Fans feiern.

Happy End in Bronze. Foto: Uli Gasper

Die Partie startete für die deutsche Mannschaft nach Maß. Marina Mohnen erzielte nach knapp 20 Sekunden den ersten Korb und ließ damit die ausverkaufte edel-optics.de Arena in Hamburg jubeln. Doch die Chinesinnen spielten, ähnlich wie das Team aus Großbritannien im Halbfinale, eine aggressive Pressverteidigung, die zur Verunsicherung in der deutschen Offense und einem zehn Punkte Lauf auf Seiten des chinesischen Teams führte. Mit einem vier Punkte Rückstand aus deutscher Sicht (6:10) ging das erste Viertel zu Ende. Weiterlesen

Enttäuschte Basketball-Herren

Aus im Achtelfinale

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft ist im Achtelfinale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaften in Hamburg gescheitert. Eine im vierten Viertel eingeläutete Aufholjagd kam für das Team Germany zu spät und so blieb mit dem 62:54 (19:13/33:23/48:35) gegen den Vize-Europameister aus Großbritannien die erhoffte Sensation aus. Bester Werfer für das deutsche Team wurde Thomas Böhme mit 22 Punkten.

Jan Gans, umringt von britischen Spielern. Foto: Uli Gasper

Gleich zu Beginn des Achtelfinals wurden die deutschen Herren um Bundestrainer Nicolai Zeltinger von einem Schnellstart der Briten und einem frühen 9:2-Rückstand überrascht. Doch das Team Germany kämpfte sich mit einem 11:0-Lauf und dem damit verbundenen Führungswechsel zum 9:11 und 9:13 zurück in die Partie. Unter den Augen von 1.500 lautstark anfeuernden Zuschauern hielt der Schwung der deutschen Herren jedoch nicht lange an. Das Team aus Großbritannien stellte auf eine aggressive Pressverteidigung um und konterte mit einem 10:0-Lauf zum 19:13 zum Ende des ersten Viertels. Im zweiten Durchgang wuchs der Rückstand mit dem 23:13 erstmals auf zehn Punkte an. Das Team von Nicolai Zeltinger wirkte unter dem Druck der Briten in der Offensive zeitweise rat- und glücklos. Obwohl die Schützen des Vize-Europameisters an diesem Tag nicht ihre beste Trefferquote aufwiesen, wusste das Team Germany diese Schwäche nicht für sich zu nutzen. Der Rückstand hielt sich bis zur Pause und so ging es mit einem 33:23 in die Halbzeit. Weiterlesen

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