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Schwimmen

Elena Krawzow: WM-Titel nach zwei verkorksten Jahren

Elena Krawzow schlägt an und reißt kurz darauf vor Freude die Arme hoch – Erleichterung pur. Endlich: Nach zwei verkorksten Jahren jubelt die 24-Jährige vom Berliner Schwimmteam auf ihrer Paradedisziplin 100 Meter Brust über die Goldmedaille und hat damit ihren EM-Titel von 2016 verteidigt. Auch darüber hinaus herrschte bei der Para Schwimmen-EM im National Aquatic Centre in Dublin schwarz-rot-goldener Jubel. Insgesamt fünf Medaillen, dreimal Edelmetall für Debütanten und drei deutsche Rekorde geknackt, darunter eine 23 Jahre alte Bestmarke – das Team von Bundestrainerin Ute Schinkitz trumpfte mächtig auf.

Mit ihrem Sieg in Dublin ist Elena Krawzow wieder ganz vorn. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Allen voran Elena Krawzow. 2016 reiste sie als Gold-Anwärterin zu den Paralympics nach Rio – und mit großer Enttäuschung nach Platz fünf zurück. 2017 wollte sie bei der WM in Mexiko unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren – und fiel vor Ort erkrankt aus. Doch jetzt gab es mit der EM-Titelverteidigung endlich wieder Grund zum Jubeln für die Athletin vom Berliner Schwimmteam. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Karolina Pelendritou (Zypern) setzte Krawzow zu einem starken Schlussspurt an und schwamm in 1:16,44 Minuten zu Gold über 100 Meter Brust (Startklasse SB12) – damit blieb sie nur gut drei Zehntel über dem Weltrekord. „Nach einer schwierigen Zeit bin ich wirklich sehr zufrieden. Ich bin endlich wieder auf dem Stand von vor zwei Jahren, jetzt kann es nur noch bergauf gehen“, freut sich die frischgebackene Europameisterin. Weiterlesen

Goalball

Erste WM-Medaille seit 28 Jahren

Die deutschen Goalballer gewinnen sensationell Silber bei den Weltmeisterschaften und qualifizieren sich als erste Mannschaft für die Paralympics in Tokio 2020.

Mit dem Gewinn der Silbermedaille ist für die deutschen Goalballer in Malmö eine lange internationale Durststrecke zu Ende gegangen. Foto: Ryol Chikawa

Vor den Paralympischen Spielen 2016 musste die deutsche Goalball-Nationalmannschaft lange um das Ticket nach Rio de Janeiro bangen und rutschte erst als letztes Team ins Teilnehmerfeld. Diesmal herrscht frühzeitig Gewissheit. Die Auswahl des Trainerduos Johannes Günther und Stefan Weil war die erste Mannschaft, die sich für die Spiele in Tokio 2020 qualifiziert hat. Der Grund: Deutschland landete bei der WM im schwedischen Malmö sensationell auf Platz zwei. Silber gewonnen, Vize-Weltmeister und das Ticket zu den Paralympics in Japan in der Tasche – die Freude beim deutschen Team ist riesig. Weiterlesen

Goalball-WM in Malmö

Rolle des kleinen Außenseiters abgelegt

Das deutsche Goalball-Nationalteam um Center Michael Feistle will die positive Entwicklung auch bei der WM in Malmö fortsetzen und mindestens ins Viertelfinale einziehen. Mit einem Platz auf dem Podium wäre die Paralympics-Teilnahme 2020 gesichert.

Von großen Träumereien halten die deutschen Goalballer um Michael Feistle nichts, jedoch würden sie sich nicht dagegen wehren, bei der WM in Malmö auf einem Podiumsplatz zu landen. Foto: Oliver Kremer / DBS

2017 jubelten Deutschlands Goalballer überraschend über EM-Silber. Ein historischer Triumph, schließlich war es die erste internationale Medaille eines deutschen Teams seit zehn Jahren und für die Herren sogar der größte Erfolg seit dem WM-Titel 1990. Michael Feistle, der Center der Nationalmannschaft, war wie fast alle seiner Mitspieler damals noch nicht einmal auf der Welt. Doch der zweite Platz bei der EM unterstrich die großartige Entwicklung der vergangenen Jahre. Deutschland hat ein junges Team mit Perspektive – und will den Aufschwung auch bei der Weltmeisterschaft vom 3. bis 9. Juni 2018 im schwedischen Malmö fortsetzen. Weiterlesen

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