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Köln 99ers

Bittere Niederlage besiegelt Abstieg

Den Köln 99ers fehlt in einem engen Spiel gegen den BSC Rollers Zwickau. am Ende das Quäntchen Glück. Nach der 56:61-Niederlage kann Köln das rettende Ufer nicht mehr erreichen und steigt in die 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga ab.

Zum letzten Heimspieltag der Saison 2017/18 empfingen die Domstädter den Sechstplatzierten aus Zwickau. Für die Kölner musste in dieser Partie ein Sieg her, um die Chance auf den Klassenerhalt noch zu wahren. Die Gäste hatten nach der Niederlage im Hinspiel und einer insgesamt starken Saison allerdings nichts zu verschenken. So bekamen die rund 200 Zuschauer in der Sporthalle Bergischer Ring direkt ab Beginn einen offenen Schlagabtausch zu sehen. Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt, sodass nach sieben Minuten ein entsprechendes 12:12 Unentschieden angezeigt wurde. Eine kleine 5-Punkte-Führung konnten sich die Gastgeber zum Viertelende dennoch erarbeiten (17:12).

Im zweiten Viertel mussten sich die Kölner Fans etwas gedulden bis sie einen Korb ihrer Mannschaft sahen. Erst nach vier Minuten traf der Niederländer Gijs Even zum 19:15 für seine Farben. Da die Zwickauer Punkteausbeute auf der anderen Seite nicht besser war, konnten die 99ers ihren kleinen Vorsprung jedoch erhalten. Zwar trafen die Gäste zwischenzeitlich zum 21:21 Ausgleich. Im direkten Gegenzug stellte Akira Toyoshima nach einem schönen Pass von Naohiro Murakami allerdings erneut die Führung für die Hausherren her. Am Ende des zweiten Viertels war der alte 5-Punkte-Abstand wieder hergestellt und es ging mit einem Stand von 27:22 zur Halbzeitansprache.

Frederic Jäntsch, der den erkrankten 99ers-Headcoach Mathew Foden auf der Trainerbank ausgezeichnet ersetzte, fand in der Pause wohl die richtigen Worte für sein Team. Denn Köln kam zunächst gestärkt aufs Parkett. Durch gute Defensiv- als auch Offensivarbeit bauten die 99ers ihre Führung kontinuierlich aus. Nach dem Treffer von Murakami zum 41:28 in der 25. Minute hatten die Domstädter sogar 13 Punkte mehr auf dem Konto als die Gäste. Doch anstatt diese Leistung konzentriert fortzusetzen schien die Ansprache von Jäntsch plötzlich völlig vergessen. Wie leider schon so oft in dieser Saison brach im weiteren Verlauf der Spielfluss der 99ers völlig ab – nichts wollte mehr gelingen. Bis auf einen Freiwurf landete bis zum Ende des dritten Viertels kein Ball mehr im Ziel. Die Folge: Der Vorsprung schmolz schnell, die dritten zehn Minuten endeten mit einem engen 42:40.

Schon nach wenigen Sekunden glich der Zwickauer Rostislav Pohlmann im letzten Viertel zum 42:42 aus. In gewohnter Manier bekam das Publikum Nervenkitzel bis in die letzte Sekunde geboten. Fast sekündlich wechselten sich Gastgeber und Gäste mit einer knappen Führung ab. Eine Minute vor Spielende stand es 56:57 für Zwickau. Kölns Nerven flatterten in dieser Phase dann doch ein wenig zu viel: Das Team konnte nichts Zählbares mehr verwerten. Zwickau gewinnt nach 40 Minuten mit 56:61. Somit blieb der ersehnte Sieg der Kölner in diesem alles entscheidenden Spiel aus. Durch die Niederlage ist auch das letzte Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt erloschen und die Domstädter müssen sich für die kommende Saison aus dem Oberhaus verabschieden. Obwohl die Enttäuschung riesig ist und der Abstieg in den kommenden Tagen erst einmal verdaut werden muss, werden die 99ers den direkten Aufstieg so schnell wie möglich in Angriff nehmen!

Vor dieser bitteren Niederlage luden die Verantwortlichen des RBC Köln 99ers am Nachmittag Partner, Medienvertreter und Freunde des Rollstuhlbasketballs zum jährlichen Netzwerktreffen ein. Unter dem Motto „Ballgefühl“ stellten Winfried Hühn, Sedat Özbicerler und Thomas Stephany den Teilnehmern das ganzheitliche Konzept der 99ers vor und blickten auf eine abwechslungsreiche Saison aller fünf Mannschaften zurück. Selbstverständlich durfte auch ein Ausblick auf spannende Projekte und kommende Spielzeiten der Landes-, Regional- und Bundesligateams nicht fehlen. Sören Pröpper

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