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Sportler des Jahres 2015

Botschafter von Ottobock holen erstmals zwei Titel

Im Kölner Sport & Olympia Museum hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) seine Sportler des Jahres 2015 ausgezeichnet. Per Internet-Abstimmung haben die Fans für Monoski-Weltmeisterin Anna Schaffelhuber, Monoski-Weltmeister Georg Kreiter und die Damen-Nationalmannschaft im Rollstuhl-Basketball entschieden. Für den Paralympics-Förderer Ottobock, der auch in diesem Jahr die Preise für die Sieger gestiftet hat, ein doppelt erfreuliches Ergebnis: Erstmals gingen gleich zwei Ehrungen – für Anna Schaffelhuber und die Basketball Damen – an Paralympics-Botschafter des Unternehmens.

Anna Schaffelhuber und Georg Kreiter mit ihren Trophäen. Marina Mohnen (hinten, Dritte von links) vertritt das  Basketballteam. Foto: Ottobock

Anna Schaffelhuber und Georg Kreiter mit ihren Trophäen. Marina Mohnen (hinten, Dritte von links) vertritt das Basketballteam. Foto: Ottobock

Für Anna Schaffelhuber hat sich damit eine beispiellose Erfolgsgeschichte fortgesetzt. Erst vor zwei Wochen wurde die fünffache Siegerin von Sochi 2014 vom Internationalen Paralympischen Komitee als Welt- Behindertensportlerin ausgezeichnet. In diesem Jahr ließ sie zwei Weltmeistertitel folgen. Bereits zum vierten Mal ist sie in Deutschland Sportlerin des Jahres – und das im Alter von 22 Jahren. Von ihren ersten Paralympics in Vancouver 2010 brachte die damals 17-Jährige, die als Riesentalent in erster Linie frühe Erfahrungen sammelt sollte, gleich eine Bronzemedaille mit. An der Maxime der Leistungssportlerin, alles Mögliche auch wahr werden zu lassen, haben die Goldmedaillen offenbar nichts verändert. “Ich habe nach wie vor meine Ziele”, sagte Schaffelhuber in Köln. “Zum Beispiel kann ich noch viel schneller fahren.”

Die Basketball-Damen sind ebenfalls schon zum vierten Mal Mannschaft des Jahres. Mit dem Europameistertitel 2015 haben sie sich zugleich die Qualifikation für die Paralympics Rio 2016 gesichert. Wenn es darauf ankommt, dann läuft es in diesem Team.

“Nach den vorherigen Begegnungen waren wir selbst fast ein wenig überrascht, im Finale die Niederländerinnen zu schlagen”, sagte Marina Mohnen. Die derzeit noch an der Schulter verletzte Fußgängerin – nicht alle Spielerinnen fahren auch im Alltag Rollstuhl – nahm stellvertretend die Trophäe entgegen. Die anderen Nationalspielerinnen waren im Bundesliga-Einsatz.

“Die internationale Konkurrenz wird immer professioneller”, warnte Marina Mohnen. Dennoch: Die deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen zählen in Rio ebenso zum Favoritenkreis wie Weltrekordsprinter Heinrich Popow, der als Ottobock Botschafter inzwischen in eine Rolle als Förderer des weltweiten Breitensports hineingewachsen ist. Seine jüngste “Running Clinic” war gerade in Dubai. “Die nächste in Mumbay steht unmittelbar bevor”, berichtete er in Köln von seinen aktuellen Indien-Plänen.

“Unsere Botschafter geben dem paralympischen Engagement von Ottobock als sportliche Vorbilder ein Gesicht”, erklärte in Köln dazu die Marketing-Geschäftsführerin Christin Gunkel die Funktion dieser ausgewählten Athleten. Darüber hinaus sind sie aber auch Partner in der Produktentwicklung. Vielfach fließen Verbesserungsvorschläge von Sportlern, die ein besonders ausgeprägtes Bewegungsgefühl haben, dann auch in Modelle ein, wie sie im Alltag von jedermann verwendet werden.

Dafür liefern auch die in Köln Geehrten konkrete Beispiele: Die Basketballerinnen spielen seit gut einem Jahr in einer Basketballversion des Ottobock Rollstuhls Invader, den Anna Schaffelhuber wiederum in einer für den Alltag entwickelten Variante benutzt. Heinrich Popow hat sowohl an der Entwicklung von Highend-Prothesen für den Alltag als auch neuer Sportprothesen mitgewirkt, die jetzt auch Kindern und Jugendlichen den Start erleichtern. Rüdiger Herzog/ Ottobock

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