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37:60-Ende im Halbfinale

Energische Britinnen lassen deutschen den Final-Traum platzen

Die deutschen Damen haben den Einzug ins Finale der Rollstuhlbasketball Weltmeisterschaft in Hamburg verpasst. Gegen stark aufspielende Britinnen musste sich das Team Germany mit 37:60 geschlagen geben und spielt nun am Samstagabend im Spiel um Platz drei um WM-Bronze.

Mareike Miller bekam gegen die britische Abwehr selten Gelegenheit, aus guter Position zu punkten. Foto: Uli Gasper

Gleich zu Beginn der Partie zeigte die Mannschaft aus Großbritannien, dass sie sich viel für das Aufeinander- treffen mit der Heim-mannschaft vorgenommen hatte. Mit einer aggressiven Press-Verteidigung übten die Britinnen von an Anfang an Druck auf die deutschen Spielerinnen aus, sodass es rund drei Minuten dauerte bis die deutschen Fans in der edel-optics.de Arena die ersten Punkte bejubeln konnten. Durch die starke Defense des britischen Teams bot sich den Spielerinnen um Kapitänin Mareike Miller nur selten die Gelegenheit aus guter Position zu punkten. Doch auch von der Freiwurflinie ließ das deutsche Team ungewohnt viele Punkte liegen, sodass die Britinnen zum Ende des ersten Viertels mit bereits sieben Punkten (6:13) führten.

Doch auch im zweiten Viertel lief es nicht wie gewohnt für die deutsche Mannschaft. Eine zu geringe Trefferquote und die Treffsicherheit des britischen Teams auf der anderen Seite aus sämtlichen Positionen führte nach knapp 15 gespielten Minuten erstmalig zu einer zweistelligen Führung (23:12). Das Team Germany wirkte vor allem unter dem Korb nervös und nutze die sich bietenden Chancen nicht ausreichend – es schien, als ob der Ball der Deutschen einfach nicht durch das Netzt wollte. So ging es mit einem Stand von 14:35 in die Halbzeit.

Eine der deutschen Leistungsträgerinnen: Marina Mohnen. Foto: Uli Gasper

Die deutsche Offensive kam mit Beginn der zweiten Hälfte zunächst etwas besser ins Rollen – bis zum Ende des dritten Viertels erzielten sie mehr Punkte, als in der gesamten ersten Halbzeit. Doch die erhoffte Wende im Spiel blieb aus. Die Britinnen setzten dort an, wo sie zur Pause aufgehört hatten. Die deutsche Mannschaft kämpfte vergebens gegen die aggressive Spielart und fand keinen Weg die Gegnerinnen in der eigenen Zone zu stoppen. Nach 40 gespielten Minuten bejubelte die britische Mannschaft gemeinsam mit den zahlreich angereisten Fans den 60:37-Sieg und den damit verbundenen Einzug ins WM-Finale.

„Man muss heute den Britinnen gratulieren. Sie waren heute einfach die bessere Mannschaft. Sie haben eine sehr intensive Presse gespielt und wir hatten unsere Schwierigkeiten nach vorne zu kommen. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten. Nur im Vergleich zu GB hatten wir die deutlich schlechtere Trefferquote“, resümiert Cheftrainer Martin Otto nach dem Spiel.

Auch Mareike Miller wusste, dass die Britinnen ein hervorragendes Spiel abgeliefert hatten: „Heute hat man gemerkt, dass das britische Team ganzjährig zusammen trainiert und dadurch ganz andere Möglichkeiten hat. Die Athletik der einzelnen Spielerinnen lässt zu, dass sie eine so starke Defense ein ganzes Spiel lang durchziehen können. Hinzu kommt unsere schlechte Trefferquote.“ Viola Torliene

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