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Sensationeller Auswärtssieg

Bulls gewinnen die Meisterschaft

Nach sensationellem Auswärtssieg in der „Rollstuhlbasketball Hauptstadt“ Wetzlar gewinnen die RSB Thuringia Bulls auch Spiel zwei mit 76:63 (16:11,30:17,8:18,22:17) und sind damit Deutscher Meister 2016.

Mit ihrem sensationellen Auswärtssieg beim Rekordmeister Lahn-Dill machten die Thuringia Bulls die Meisterschaft perfekt. Foto: Michael Helbing

Mit ihrem sensationellen Auswärtssieg beim Rekordmeister Lahn-Dill machten die Thuringia Bulls die Meisterschaft perfekt. Foto: Michael Helbing

Drei Siege in Folge gegen den Seriensieger und Klassenprimus bringen den RSB Thuringia Bulls das Double mit Pokal und Meisterschaft. Man hat die ganze Woche vermieden vom Spiel drei am Sonntag zu sprechen um den Willen für den Sieg am Samstag Abend in einer bis auf den letzten Platz gefüllten Heimhalle zu stärken. Die Rechnung ging auf und die RSB Bulls begannen das Spiel hochkonzentriert. Alex Halouski und Raimund Beginskis brachten die Elxlebener nach drei gespielten Minuten mit 10:0 in Führung. Gästecoach Nicolai Zeltinger versuchte in der vierten Spielminute mit einer Auszeit den Lauf der Thüringer zu stoppen. Der Seriensieger der letzten Jahre musste sich gegen eine dichte Defense der Thüringer jeden Punkt hart erarbeiten. Schon frühzeitig begann Zeltinger mit seiner Rotation und die Einwechslung von Felix Schell zeigte wie schon im letzten Viertel des Hinspiels seine Wirkung. Bis zur Viertelpause hatten die Wetzlarer auf 16:11 verkürzt, die Zuschauer waren begeistert und erlebten Rollstuhlbasketball der Extraklasse.

Trotz 46:28-Halbzeitführung der Bulls war der Kampfgeist der Wetzlarer noch lange nicht gebrochen. Foto: Michael Helbing

Trotz 46:28-Halbzeitführung der Bulls war der Kampfgeist der Wetzlarer noch lange nicht gebrochen. Foto: Michael Helbing

Auch zu Beginn des zweiten Viertels taten sich die RSB Bulls mit der Personalie Schell schwer. Immer wieder brachte sich der Riese unter dem Korb der Hausherren in Stellung und kam zu 9 Punkten. Josef Jaglowski nahm eine Auszeit und stellte seine Jungs auf die neue Situation ein. Jetzt brach ein wahres Gewitter über die erfolgsverwöhnten Hessen herein und André Bienek begann seine unglaubliche Show. Wie aus dem Nichts riss Bienek das Spiel an sich und schoss mit 17 Punkten in Folge den Meister direkt ins Herz. Die begeisterten Fans trauten ihren Augen nicht und waren komplett aus dem Häuschen. Drei von drei Dreiern ergänzt von einem Dreipunktspiel von Kapitän Raimund Beginskis ergaben im zweiten Viertel ein 30:17 und brachten dem RSB sensationell mit 46:28 die Halbzeitführung.

Wer nun dachte der Wille von Lahn Dill sei gebrochen, sah sich sehr schnell getäuscht. Vor allem die beiden US Boys Serio und Paye bäumten sich noch einmal gegen den drohenden Verlust der Meisterschaft und gewannen mit einer Ganzfeldpresse das dritte Viertel 18:8. Mit einem 8 Punktepolster gingen die Hausherren in die letzten 10 Minuten des Spiels, es sollte das Schlussviertel einer grandiosen Saison für unseren RSB werden. Der entthronte Meister versuchte es weiter mit einer Ganzfeldpresse, aus der sich die Thüringer immer wieder befreien konnten und das letzte Viertel mit 22:17 für sich entschieden. Am Ende gewinnt das ausgeglichenere Team verdient diese „Best of Three“ Serie mit 2:0 und feiert ausgelassen mit seinen Fans die Meisterschaft 2016. Tami Helbing

Das Aufgebot der RSB Thuringia Bulls: Nerijus Venckus 2, Dan Highcock, Raimund Beginskis 14/1, Markus Kietzer, Andre Bienek 20/4, Jens Albrecht 4, Teemu Partanen 4, Alex Halouski 22, Joakim Linden 10, Marvin Malsy

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