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Knapper 44:43-Sieg in Hamburg

Happy End in Bronze

Das Sommermärchen 2018 hat sein Happy End gefunden. In einem wahrhaften Krimi setzten sich die deutschen Damen im Spiel um Platz drei bei der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in Hamburg hauchdünn mit 44:43 gegen China durch. In der ausverkauften edel-optics.de Arena ließ sich das Team um Cheftrainer Martin Otto verdient von seinen Fans feiern.

Happy End in Bronze. Foto: Uli Gasper

Die Partie startete für die deutsche Mannschaft nach Maß. Marina Mohnen erzielte nach knapp 20 Sekunden den ersten Korb und ließ damit die ausverkaufte edel-optics.de Arena in Hamburg jubeln. Doch die Chinesinnen spielten, ähnlich wie das Team aus Großbritannien im Halbfinale, eine aggressive Pressverteidigung, die zur Verunsicherung in der deutschen Offense und einem zehn Punkte Lauf auf Seiten des chinesischen Teams führte. Mit einem vier Punkte Rückstand aus deutscher Sicht (6:10) ging das erste Viertel zu Ende.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels ließen die Chinesinnen dem deutschen Team kaum Chancen in die gegnerische Zone einzudringen und zogen auf 8:19 davon. Doch die von Martin Otto genommene Auszeit zeigte ihre Wirkung – das Team Germany kämpfte sich mit der Unterstützung der lautstarken Fans zu einem 23:28-Spielstand zur Halbzeit zurück.

Die zweite Halbzeit eröffnete die deutsche Auswahl furios mit einem schnellen fünf Punkte Lauf zum 28:28-Ausgleich in der 22. Spielminute. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich eine Partie, die an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten war. Mit dem 34:33 in Spielminute 28 holten sich die deutschen Damen die erste Führung seit Beginn des Spiels, schafften es aber nicht sich im weiteren Verlauf von den Gegnerinnen abzusetzen. Erst mit Beginn der Crunchtime gelang es dem deutschen Team sich mit dem 43:39 ein wenig Luft zu verschaffen. Doch die Chinesinnen hatten die Hoffnung auf die WM-Medaille noch nicht aufgegeben und kämpften sich mit einem vier Punkte Lauf zum 43:43 nochmal zurück in die Partie. Die Stimmung in der edel-optics.de Arena kochte und schließlich war es Mareike Miller, die mit einem verwandelten Freiwurf den Schlusspunkt zum 44:43 Bronzekrimi erzielte.

„Was für ein Spiel! Wahnsinn! Wir waren mit zehn Punkten hinten. Aber wir haben nicht aufgegeben und sind mit so viel Herz zurückgekommen. Unglaublich, was die Mannschaft geleistet hat. Ich bin einfach so stolz“, berichtet der überglückliche Martin Otto nach dem Spiel.

Auch Marina Mohnen freute sich nach dem Spiel über WM-Bronze: „Das war echt super knapp. Bei einem Punkt Unterschied hätte es genauso gut für China ausgehen können. Es war im Vorfeld klar, dass sie nach unserem Spiel gegen Großbritannien versuchen würden, uns aus der Zone rauszuhalten. Aber heute sind wir ein bisschen besser durchgekommen. Die Fans haben uns dadurch gepusht.“ Viola Torliene

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