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Neues Fördermodul

Duale Karriere mit mehr Gestaltungsspielraum

Die Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro haben es wieder unter Beweis gestellt: Das weltweite Niveau im Spitzensport von Athletinnen und Athleten mit Behinderung ist weiter gestiegen und hat ein neues Level erreicht. Um international konkurrenzfähig zu bleiben, bedarf es einer bestmöglichen Vereinbarkeit von Spitzensport und Beruf. Im Rahmen dieser dualen Karriere gibt es ein neues Fördermodul, das die jeweilige Situation der Athleten besser berücksichtigt.

Mit dem neuen Modul der Sportförderung sollen Athletinnen wie Andrea Eskau die doppelte Belastung von Beruf und Leistungssport leichter stemmen können. Foto: Ralf Kuckuck/ Allianz

Mit dem neuen Modul der Sportförderung sollen Athletinnen wie Andrea Eskau die doppelte Belastung von Beruf und Leistungssport leichter stemmen können. Foto: Ralf Kuckuck/ Allianz

„Neben den bewährten Möglichkeiten der Unterstützung wie dem Top Team, der Nachwuchselite-förderung oder der dualen Karriere bei Bundesbehörden können wir nun in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern ein neues Fördermodul anbieten, das deutlich mehr individuellen Gestaltungsspielraum gibt“, erklärt der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), Friedhelm Julius Beucher. Vizepräsident Leistungssport Dr. Karl Quade ergänzt: „Dadurch können unsere Athletinnen und Athleten ihr Hauptaugenmerk phasenweise auf die Spitzensportkarriere richten ohne dabei ihren beruflichen Werdegang außer Acht zu lassen.“ Voraussetzung sei die Bereitschaft des Arbeitgebers, die Sportler teilweise freizustellen für Trainingslager, Lehrgänge oder Wettkämpfe bzw. die Arbeitszeit generell zu reduzieren. Zudem können auch Studenten die individuelle Förderung beantragen und davon profitieren.

Dies ist vor allem in Sportarten notwendig, in denen eine Teilnahme an Weltcups oder Weltranglistenturnieren Voraussetzung ist, um sich für Weltmeisterschaften oder die Paralympics zu qualifizieren. „Dabei handelt es sich um Bedingungen, die dem Profisport sehr nahe kommen. Dafür benötigt man Flexibilität und Arbeitgeber, die Verständnis für die große Leidenschaft unserer Athletinnen und Athleten aufbringen“, sagt Beucher. In der Umsetzung kooperiert der DBS neben dem Innenministerium auch mit dem Bundesverteidigungsministerium und dem Bundesfinanzministerium.

Dieses zusätzliche Instrument der Sportförderung soll künftig dazu beitragen, dass die Spitzensportler mit Behinderung die doppelte Belastung besser stemmen können, um sich möglichst optimal auf die Wettkampfhöhepunkte sowie vor allem die kommenden Paralympics in PyeongChang 2018 und Tokio 2020 vorzubereiten. Schließlich möchte sich die Deutsche Paralympische Mannschaft weiterhin mit der Weltspitze messen und ihren Platz unter den Top-Nationen des Behindertensports verteidigen. Kevin Müller/DBS

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