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Iguanas vs. RSC München

Entscheidung im letzten Viertel

Bessere Werbung hätten der Rollstuhlbasketball in der bayerischen Metropole und der RBB München gestern nicht bekommen können. Im Topspiel der 2. Bundesliga Süd gegen den Lokalrivalen USC München unterliegen die Iguanas nach hochspannenden 40 Minuten unglücklich mit 71:73 (21:18/37:37/57:51). Topscorer für die Geldhauser Korbjäger wurde Florian Mach mit 23 Punkten.

Florian Fischer, ein Dach überm Kopf, gegen Suad Sutic, Ben Döring und Kim Robins vom USC München. Foto: Christian Kolb

Florian Fischer, ein Dach überm Kopf, gegen Suad Sutic, Ben Döring und Kim Robins vom USC München. Foto: Christian Kolb

Dabei sollte das mit Spannung erwartete erste Derby der Saison von Anfang an allen Erwartungen gerecht werden. Ambitioniert und hochkonzentriert startete der RBB in die Partie und markierte sogleich durch eine schöne Offensivaktion die ersten Punkte des Spiels. Anders als vom Gastgeber USC erwartet agierten die Iguanas selbstbewusst und ließen sich in der gut gefüllten Säbenerhalle vor heimischem Publikum auch nach einem ersten fünf Punkte-Rückstand zum 12:7 (Min. 5) nicht die Butter vom Brot nehmen. Angeheizt vom lautstarken RBB-Fanblock, der 40 Minuten den Ton auf den Rängen der Halle vorgab, kämpfte man sich über starkes Kombinationsspiel und eine sichere Quote von der Freiwurflinie über das 14:11 (Min. 7) bis zur ersten Führung zum 18:19 (Min. 9) eindrucksvoll zurück ins Spiel.

Das zweite Viertel dominierten die Iguanas dann sogleich von Beginn an und bauten ihre Führung zunächst über das 18:21 erstmals bis auf neun Punkte zum 24:33 nach 14 Spielminuten deutlich aus. Bis zum Pausentee sollte es dem USC dann jedoch gelingen, sich wieder an die starken Leguane heran zu kämpfen und so ging es mit einem 37:37-Pausenstand in die Halbzeit. Zurück auf dem Parkett, war es dann erneut der RBB, der eine erste Duftmarke setzte und dort anknüpfte, wo man in der ersten Halbzeit geendet hatte. Das 41:47 aus Sicht des gastgebenden USC zwang den RBB Gegner in die Auszeit, die jedoch im weiteren Verlauf zunächst keine Wirkung zeigen sollte. Erneut bauten die Iguanas ihren Vorsprung auf komfortable acht Punkte zum 45:53 (Min. 28) aus.

Lieferte defensiv wie offensiv eine Top-Leistung: Kapitän Benjamin Ryklin setzt sich gegen hier Suad Sutic und Ny Nguyen durch. Foto: Christan Kolb

Lieferte defensiv wie offensiv eine Top-Leistung: Kapitän Benjamin Ryklin setzt sich gegen hier Suad Sutic und Ny Nguyen durch. Foto: Christan Kolb

Das letzte Viertel sollte dann an Spannung nicht zu überbieten sein. Sechs Minuten vor dem Ende schien das Spiel zu Gunsten des RBB zu laufen, fand der USC kein probates Mittel, um gegen die starke Offensive des RBB und die Reboundquote in der Defensive anzukommen. Bereits zur Halbzeit mit vier persönlichen Fouls vorbelastet, musste Kapitän Benjamin Ryklin dann jedoch dem engagierten Einsatz Tribut zollen und drei Minuten vor Ende der Partie das Spielfeld verlassen. Dies bot dem Stadtrivalen erstmals die Gelegenheit, das Spiel der Iguanas zu unterbinden und nun war es vor allem der starke Australier Kim Robins, der die Gunst der Stunde für sich zu nutzen wusste. Über das 70:69 ging nun der USC erstmals seit Beginn der Partie wieder in Führung. Nur kurze Zeit später waren es dann auch Topscorer Florian Mach und Markus Haberkorn, die Ryklin auf die Bank folgen mussten und mit einer Restzeit von 30 Sekunden und einem Rückstand von zwei Punkten sah sich der nun unterpunktig besetzte RBB dem aggressiven Pressplay des USC gegenüber. Auch drei Freiwurfmöglichkeiten von Youngster Gabriel Robl brachten nicht mehr die verdiente Wende im Spiel und so musste sich am Ende des Tages die über 40 Minuten bessere Mannschaft knapp zum 71:73 Punkte Endstand geschlagen geben.

„Mir ist es heute so vorgekommen, als hätten wir ein Heimspiel gehabt. Die Fans und die Stimmung waren grandios! Die Mannschaft hat super gespielt und perfekt die Dinge umgesetzt, die wir die ganze Woche auch trainiert haben. Wir hatten das Spiel quasi in den eigenen Händen und wollten es nur noch runter spielen. Dann kamen natürlich ein paar Emotionen hinzu und unsere Top 3 bekommen ihr 5. Foul. Wenn das nicht passiert, gehen wir heute als Sieger vom Platz. Daraus werden wir lernen und bereiten uns jetzt auf das nächste Spiel gegen Ulm vor. Das wird sicher auch nicht einfach“, resümiert Headcoach Markus Legath traurig aber stolz auf die Leistung seiner Mannschaft nach der Schlusssirene.

Mit 4:4 Punkten nach dem vierten Spieltag findet sich der RBB zunächst auf dem dritten Tabellenplatz wieder. Gegen die Sabres aus Ulm soll nun am kommenden Samstag im Heimspiel wieder auf die Erfolgsspur zurückgefunden und die nächsten Punkte auf dem Konto verbucht werden. Tanja Feddersen

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