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Über 100 m Sprint

Gemeinsam zu Bronze

Katrin Müller-Rottgardt hat mit ihrem Guide Sebastian Fricke bei den Paralympics im brasilianischen Rio de Janeiro Bronze über die 100 Meter der Klasse T12 gewonnen. Die 34-Jährige, die für den TV Wattenscheid startet und von Simone Lüth trainiert wird, sprintete in persönlicher Bestleistung von 11,99 Sekunden ins Ziel, nachdem sie schon im Vorlauf in 12,11 Sekunden eine starke Leistung gezeigt hatte.

Eine besondere Bedeutung kam dem Sieg für beide zu, weil sie erstmals unter zwölf Sekunden laufen konnten. „Geträumt und gehofft habe ich, dass es hier in Rio klappt, weil wir einfach gut in Form waren. Aber dass es geklappt hat, ist Wahnsinn“, sagte Müller-Rottgardt ungläubig.

Von Beginn an war sie mit Fricke auf Rang drei, während vorne die Kubaner Omara Durand und Yuniol Kindelan in 11,48 Sekunden Weltrekord liefen. Silber ging an Elena Chebanu und Hakim Ibrahimov aus Aserbaidschan in 11,79 Sekunden. „Ich habe von Anfang an gar nicht gewusst, wievielte wir sind“, sagte Sebastian Fricke, dem Tränen in den Augen standen und der immer wieder den Kopf schüttelte: „Erst im Ziel habe ich dann realisiert, dass wir Dritter sind, aber noch abgewartet, bis ich was sage. Das wäre ja fatal gewesen, wenn ich eine Platzierung gesagt hätte, die nicht stimmt.“

Bei den Paralympics 2004 in Athen (Griechenland) hatte Müller-Rottgardt sich über 100 und 400 Meter jeweils mit dem vierten Platz begnügen müssen, 2008 in Peking (China) blieb ihr nur Platz acht über 100 Meter. Umso glücklicher war sie, dass es jetzt geklappt hat: „Uns hat sicherlich in die Karten gespielt, dass im Vorlauf eine starke Ukrainerin disqualifiziert wurde, das hat unsere Chancen gesteigert.“

Im Moment ihres größten sportlichen Erfolgs dankte sie auch ihrem Guide Sebastian Fricke, der emotional sichtlich mitgenommen war: „Er ist einfach extrem wichtig. Er ist im Grunde genommen meine Augen extrem wichtig für die Orientierung und dafür, dass wir in der Bahn bleiben. Ohne ihn wäre diese Leistung nicht möglich.“

Der Brasilianerin Alice de Oliveira Correa blieb mit ihrem Guide Diogo Cardoso da Silva nur der vierte Rang, doch von der Stimmung, die im Olympiastadion herrschte, profitierten auch Müller-Rottgardt und Fricke: „Das fängt schon im Callroom unter der Tribüne an – und wenn man dann rausgeht und das miterlebt, ist das einfach Wahnsinn.“

Vom Olympiastadion wollte beiden sofort ins Deutsche Haus. Müller-Rottgardt sagte: „Gefeiert wird bestimmt, aber klein. Schließlich stehen übermorgen die 200 Meter an, da wollen wir auch was holen.“ Markéta Marzoli

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