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München Iguanas

Gut verkauft beim Klassenprimus

Die Rollstuhlbasketballer der Iguanas haben sich am Sonntag mit einer sehr guten ersten Halbzeit beim Klassenprimus der Bundesliga RSV Lahn Dill vorgestellt und dabei einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Trotz großem Potential bei der Chancenauswertung spielte man über 20 Minuten gut mit, ehe sich in der zweiten Hälfte die Konstanz der Lahnstädter durchsetzte und die Münchner somit am Ende klar mit 42:72 verloren.

Zu Beginn der Partie merkte man den Leguanen an, dass sowohl Kulisse als auch Spieltempo Neuland waren und so dauerte es einige Angriffe, bis Flo Mach mit einem Freiwurf den ersten Treffer markierte. Anschließend kämpfte man sich jedoch in die Partie und kam auf 9:16 heran, ehe Man oft the Match Thomas Böhme mit einem Buzzerbeater weit hinter der Dreierlinie auf 9:19 stellte. Doch der RBB ließ sich davon nicht beirren und spielte weiter seinen Stiefel runter. Schnell verkürzte man den Rückstand erneut auf bis zu vier Punkte und hätte mit mehr Ruhe eventuell sogar noch weiter rankommen können, doch wenige Schnellangriffe und ein erneuter Buzzerbeater – diesmal durch Mike Paye – stellten das Halbzeitergebnis zum Bedauern der nimmermüden Kölner Fangruppe der Münchner auf 24:35.

Nach der Pause brachten Ebertz und Fischer nun neue Line-Ups auf das Feld, welche leider nur bedingt Zugriff auf das Spiel fanden. Der RSV Lahn Dill nutze dies eiskalt aus, um den Vorsprung weiter zu erhöhen. Wurfpech und 6 Offensivrebounds der Gastgeber sprachen nach 30 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel eine deutliche Sprache (31:51). Auch das letzte Viertel konnten die Leguane nicht mehr zurück ins Spiel finden und verloren nach einer sehr ordentlichen ersten Halbzeit am Ende doch deutlich und verdient mit 42:72.

„Wir haben eine sehr gute 1. Halbzeit gegen den haushohen Favoriten gespielt. Bei konsequenterem Nutzen unserer Chancen wäre ein wesentlich knapperer Halbzeitstand verdient gewesen. In der 2. Halbzeit haben wir dann alternativen Line-Ups Spielzeit gegeben und sehr gute Eindrücke gewonnen. Natürlich war der Sieg für Lahn-Dill verdient – aber 10 Punkte weniger Differenz hätten uns besser zu Gesicht gestanden. Mit dieser Leistung gehen wir motiviert in die neue Trainingswoche und werden uns gezielt auf das schwere Auswärtsspiel in Trier vorbereiten“, resümierte ein nicht unzufriedener Andreas Ebertz nach der Partie und Joseph Wernberger fügte hinzu: „Vor einer beeindruckenden Kulisse haben wir uns vor allem in der erste Halbzeit ordentlich verkauft und dem amtierenden deutschen Meister Paroli geboten. Leider fehlte uns in der zweiten Hälfte ein wenig die Durchschlagskraft in der Offensive um das Spiel länger offen zu gestalten.“

Nun geht es am kommenden Samstag erneut auswärts weiter: Mit den Doneck Dolphins Trier wartet eine nicht unlösbare, aber sehr schwere Aufgabe auf die Leguane aus München.

Die Nachwuchsleguane starteten am vergangenen Wochenende in Tübingen als Aufsteiger in die neue Saison der Regionalliga Süd. Trotz zahlreicher verletzungs- und privatbedinger Absagen brachte man einen neun Spieler starken Kader auf das Spielfeld. Dabei gehörten mit Uli Schmölz, Randy Uhl und Natalie Simanowski (aus der 1. Mannschaft), Nathalie Ebertz (aus der Damenmannschaft), sowie Tanja Baier (nach einjähriger Babypause) bekannte Gesichter zur Mannschaftsaufstellung. Hinzu begrüßen die Iguanas mit Thomas Schott ein neues Gesicht im Kreise der Iguana-Familie, welcher mit ganz viel Erfahrung dem Team zur Seite steht und die Saison begleiten wird.

Im ersten Spiel stand man sich wie zu Beginn der vergangenen Saison dem Mitaufsteiger RSV Salzburg 2 gegenüber. Nach einem guten Start und schnellen Punkten über die großen Spieler konnte man sich zur Mitte des ersten Viertels beim Stand von 10:6 einen kleinen Vorsprung herausspielen. Doch Salzburg fand allmählich besser in die Partie und konnte bis zur ersten Viertelpause den Rückstand nicht nur wettmachen, sondern erzielte seinerseits eine zwei Punkte Führung. In diesem Bereich ging es auch im zweiten Viertel daher, keine der beiden Mannschaften konnte sich vorentscheidend absetzen. Erst kurz vor der Halbzeit erzielten die Salzburger einen 8:0-Run, durch welchen sie die Leguane mit einem kleinen Rückstand in die Pause schickten (23:30).

Auch in Hälfte zwei zeigte sich ein Duell auf Augenhöhe – setzten sich die Salzburger auf eine zweistellige Führung ab, konterten wiederum die Jungleguane und spielten sich in die Partie zurück. Dennoch startete man mit einem Rückstand von neun Punkten ins letzte Viertel. Dort wurde es dann nochmal richtig spannend, denn Punkt um Punkt konnten die Iguanas verkürzen, bis man vier Minuten vor Schluss beim Stand von 45:47 nur noch zwei Pünktchen zurück lag. Doch die Aufholjagd zerrte zu sehr an den Kräften, in den letzten Minuten spielten die Salzburger ihre Führung herunter und konnten noch viele einfache Korberfolge verbuchen. So verloren die Leguane am Ende mit 46:58.

Nach der nicht von Erfolg gekrönten Aufholjagd stand nach kurzer Pause direkt das zweite Spiel gegen den Gastgeber vom RSKV Tübingen an. In dieser Partie waren es wiederum die Gastgeber, welche den besseren Start ins Spiel fanden und sich einen ersten Vorsprung herausspielen konnten (14:19, 10. Minute). Doch die Jungleguane blieben immer am Ball und ließen die Tübinger nur kurzzeitig enteilen. Einen Rückstand von elf Punkten in Minute 16 verkürzte man bis zum Seitenwechsel wieder auf sieben Zähler.

In der Halbzeitpause appellierte Spielertrainer Uli Schmölz nochmal an sein Team, konzentriert weiter und die Angriffe geduldig auszuspielen. Leider konnte die Mannschaft dieses Vorhaben im zweiten Durchgang nur selten zeigen – zu sehr schwanden die Kräfte mit fortlaufender Spielzeit. Entsprechend kamen die Tübinger zu vielen einfachen Punkten, während man selbst allzu oft keine Gefahr aus Überzahlspielen entwickeln konnte. Bis zum Ende des dritten Viertels vergrößerte sich der Rückstand so auf 14 Punkte (38:52). Im Schlussviertel zeigten sich beide Mannschaften dann nochmals auf Augenhöhe und so wurde auf beiden Seiten immerzu erfolgreich der Weg zum Korb gefunden. Schließlich spielte die junge Mannschaft aus Tübingen ihren Vorsprung sicher nach Hause und gewann am Ende mit 65:50.

Für die Jungleguane heißt es nun, in der kommenden Trainingswoche die Erfahrungen des ersten Spieltags aufzunehmen und die Abstimmung der nahezu neu zusammengestellten Mannschaft zu verfeinern, bevor es bereits am nächsten Wochenende zu einer kurzen Auswärtsreise kommt, wenn man in der Säbener Halle auf die Gastgeber vom USC München 2 und die MTV Stuttgart Wheelers trifft. Benjamin Ryklin

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