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Hans-Peter Durst gelingt historischer Doppel-Erfolg

Hans-Peter Durst (T2) hat als erster deutscher Athlet bei den Paralympics in Rio de Janeiro Doppel-Gold gewonnen. Nach seinem Sieg im Zeitfahren triumphierte der Dortmunder am Freitag auch im Straßenrennen. Der 58-Jährige setzte sich nach 30 Kilometern in 50:57 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung auf den Briten Davis Stone und den Kolumbianer Nestor Ayala Ayala durch. „Ich weiß nicht, woher die Kraft kommt. Ich hätte mich auch über eine Goldmedaille gefreut. Jetzt sind es zwei. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.“

Hans-Peter Durst (GER) vom RuMC 1925 Sturm Hombruch ist extrem fokussiert am Tag X der Paralympischen Spiele. Er wird am Ende in Rio einen historischen Doppelerfolg feiern. Foto: Oliver Kremer @ Pixolli Studios/ DBS

Hans-Peter Durst (GER) vom RuMC 1925 Sturm Hombruch ist extrem fokussiert am Tag X der Paralympischen Spiele. Er wird am Ende in Rio einen historischen Doppelerfolg feiern. Foto: Oliver Kremer @ Pixolli Studios/ DBS

Ebenso gut fühlte sich Steffen Warias. Der 31-Jährige gewann am Freitagvormittag das Straßenrennen der Klasse C1-3 und bejubelte nach Silber in London seine erste Goldmedaille bei Sommerspielen. „Das ist die Krönung. Ich habe mit einer Medaille geliebäugelt, aber dass es nun Gold geworden ist, ist großartig“, schwärmte der Chemiker. Er sei vor allem am Abend vorher und auch beim Start sehr nervös gewesen, gab der Tübinger zu. Aber irgendwann habe sich das gelegt und er habe sich voll auf das Rennen konzentrieren können – mit durchschlagendem Erfolg. Er sprintete mit einem Millimeter-Vorsprung nach 1:49:11 Stunden und 71,1 Kilometern ins Ziel.

Denise Schindler (C3) holte ihr zweites Edelmetall in Rio. Nach Silber auf der Bahn erarbeitete sie sich im Straßenrennen über 47,4 Kilometer Bronze. „Ich hätte gerne Gold geholt, bin aber beim Zielsprint zu früh aus dem Windschatten der Chinesin gegangen. Ärgerlich. Trotzdem bin ich natürlich froh über die Medaille. Es hätte ja auch gar nichts werden können“, sagte die 30-Jährige.

Die Ausbeute der deutschen Paracycler am Freitag rundete Jana Majunke ab. Die 26-Jährige aus Cottbus gewann Bronze im T2-Straßenrennen, nachdem sie im Zeitfahren noch Rang 4 belegt hatte. Nach 30 Kilometern kam sie in 1:08:19 Stunden und damit 28 Sekunden hinter der siegreichen Australierin Carol Cooke ins Ziel. „Ich bin total happy und super zufrieden. Es war ein sehr taktisch geprägtes Rennen, das am Anfang sehr langsam war und dann immer schneller wurde“, sagte Majunke: „Ich bin froh, Bronze erreicht zu haben.“

Die Gesamtbilanz der deutschen Paracycler in Rio bisher: acht Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen. Am Samstag könnte eine weitere folgen. Dann fährt Kerstin Brachtendorf (C5) ihr Straßenrennen. Markéta Marzoli

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