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1. EUREGIO Bahnmeisterschaft

Heißes Bahndebüt für Handbiker

33 Grad im Schatten, gefühlte 50 Grad auf dem Asphalt, schnelle Reifen und Boxengassen: es waren unverkennbar Attribute aus dem Formel 1-Rennsport, die den Charme der 1. EUREGIO-Bahnmeisterschaft ausmachten. Das Handbiketeam EUREGIO hatte zum ersten Wettkampf dieser Art in die „Wieler en Skateomgeving“ ins grenznahe Venlo nach Holland eingeladen und 23 Aktive aus Deutschland, Belgien sowie den Niederlanden waren der Einladung zur weltweiten Premiere gefolgt.

Die Bahnmeisterschaft startete mit Verfolgungsrennen, später ging es im K.O.-System weiter. Foto: reha team West

Die Bahnmeisterschaft startete mit Verfolgungsrennen, später ging es im K.O.-System weiter. Foto: reha team West

Nach der herzlichen Eröffnung durch Henk Brauer, den lokalen Bürgermeister (Wethouder aus Venlo), startete die Meisterschaft mit den Verfolgungsrennen. Wie kürzlich noch in Rio erlebt, duellierten sich die Handbiker/innen auf jeweils 2000 Rennmetern über fünf Runden auf dem perfekt asphaltierten 400 m-Oval. Die elf Sieger der Qualifikationsrunden und fünf zeitschnellste Verlierer zogen in das Achtelfinale ein, von da an ging es im K.O.-System weiter. Bemerkenswert hierbei, dass Breitensportler, wie die aus Hannover kommende Melanie Maas, genauso zu erleben waren, wie der Paralympics-Medaillengewinner Errol Marklein. Bei hohen Temperaturen waren die Aktiven somit in schneller Abfolge gefordert, konnten sich zwischenzeitlich aber stets auf dem äußeren 800 m-Ring aktiv erholen oder kräftig zugreifen bei kostenfreien Getränken und Speisen, die der Vorstand der Stiftung des Sportparks Herungerberg organisiert hatte.

2000 Meter lang und perfekt asphaltiert ist die Wieler en Skateomgeving in Venlo

2000 Meter lang und perfekt asphaltiert ist die Wieler en Skateomgeving in Venlo

Faszinierend waren spätestens ab der K.O.-Runde die hautnahe Power und Dynamik, die bei maximalem Puls von den Sportlern über die Renndistanz abgerufen wurden. Die dabei zu schießenden Schnappschüsse ließen die Herzen der anwesenden Fotografen jedenfalls deutlich höherschlagen. Mittendrin die Lokalmatadoren vom Handbiketeam EUREGIO, für das mit Susanne Valckx, Peter Zimmermann, Ralf Berndsen und Stefan Voormans vier Teilnehmer in das Viertelfinale einziehen konnten. Stefan Voormans gelang sogar der Sprung in die Runde der letzten Vier, in der er sich dem späteren Sieger Drazen Boric geschlagen geben musste, der stets mit blitzsauberer Fahrtechnik zu überzeugen wusste. Im zweiten Halbfinale gelang Johannes Herter der Überraschungssieg über Errol Marklein, sodass Marklein und Voormans im Duell um den dritten Platz aufeinandertrafen. In einem packenden Duell lag Voormans am Ende nur eine Sekunde zurück. Mit der Tagesbestzeit von 3:20 Minuten begeisterte Drazen Boric auch im Finale, konnte sich hier deutlich gegen Johannes Herter durchsetzen und nahm anschließend die Glückwünsche des Nettetaler Bürgermeisters Christian Wagner entgegen. Dieser ehrte alle Aktiven mit einer Teilnehmermedaille, deren Design in den europäischen Farben unterstrich, dass die EUREGIO-Bahnmeisterschaft grenzüberschreitenden Charakter besitzt.

„Dieser Auftakt macht uns Mut“, freuten sich am Ende Stefan Voormans und Holger Falk, „zumal wir bis dato ja keine Erfahrungswerte hatten. Es gibt ein paar kleine Stellschrauben, aber grundsätzlich geht es uns darum, dem Handbikesport in der Breite wie in der Spitze ein attraktives wie neues Wettkampfformat anzubieten. Die tolle Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Freunden und nicht zuletzt das tolle Ambiente dieser Anlage bestärken uns darin, im kommenden Jahr zur „1. Inoffiziellen Bahn-Weltmeisterschaft“ einzuladen. Zu den Details wie zum Beispiel dem Termin, den Startklassen sowie Zeitplan und Prämien werden wir noch in diesem Jahr von uns hören lassen“. Stefan Voormans

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