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Doku gewinnt Filmpreis

„Ich bin Malu“

Im Rahmen des 39. Internationalen Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Films hat „Yo soy Malú“ am 17. Dezember 2017 einen Sonderpreis erhalten. Die Stadt Matanzas, einer der Schauplätze des Festivals, zeichnete den Dokumentarfilm mit dem „Premio Vigía” aus. Erstmals gewinnt hier ein deutsch-kubanischer Film, produziert von Santiago Llapur und Prof. Hans Georg Näder, dem geschäftsführenden Gesellschafter von Ottobock.

RIO DE JANEIRO, BRAZIL – SEPTEMBER 10: Malu Perez Iser of Cuba competes in the Women’s Long Jump – T42 Final at Olympic Stadium during day 3 of the Rio 2016 Paralympic Games at on September 10, 2016 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Alexandre Loureiro/Getty Images)

Die Dokumentation feierte ihre Premiere am 9. Dezember 2017 im Cine Infanta in Havanna vor ausverkauftem Saal. Sie erzählt in 41 Minuten die außergewöhnliche Geschichte von Malu Perez Iser: Ein Autounfall zerstörte 2009 Malus Traum, Tänzerin zu werden – ihr linkes Bein musste am Oberschenkel amputiert werden. Sie fand eine Anstellung als Sekretärin bei der staatlichen Stelle für Behindernsport in Havanna. Dort war 2014 eine ihrer Aufgaben, die Teilnehmer für die erste „Ottobock Running Clinic“ auf Kuba auszusuchen. Hier trainieren junge oberschenkelamputierte Menschen weltweit das Laufen mit Sportprothesen. Angeleitet werden sie von Heinrich Popow, mehrfacher Goldmedaillengewinner bei den Paralympics und Markenbotschafter von Ottobock.

Die Begegnung mit Popow veränderte Malus Leben grundlegend. Denn er ermunterte sie, eine Sportprothese wenigstens einmal auszuprobieren. Malus erste vorsichtige Schritte, ihre Begeisterung, als sie sich schneller bewegen konnte, filmte Popow mit seinem Smartphone – die Szenen sind ein Schlüsselmoment in der Dokumentation. Im April 2015 erhielt Malu ihre erste individuell angepasste Sportprothese, sie begann mit dem Training und schaffte es knapp ins kubanische Team für die Paralympischen Spiele in Rio. Dort holte sie im September 2016 überraschend die Bronzemedaille im Weitsprung und wurde in Havanna tosend gefeiert.

„Ich bin stolz und glücklich, dass wir Malu auf ihrem außergewöhnlichen Weg begleiten durften“, so Hans Georg Näder. „Die sehr persönliche Dokumentation zeigt, dass Begegnungen, Leidenschaft für den Sport und die richtigen technischen Hilfsmittel das Leben verändern können. Malu findet nicht nur zurück ins Leben. Mit ihrem unglaublichen Sieg zeigt sie uns allen, dass noch viel mehr möglich ist.“

„Ich hoffe, dass andere Menschen, die in der gleich Situation sind wie ich, sich in mir sehen und merken, dass die Welt nicht zu Ende ist“, sagte Malu anlässlich der Filmpremiere. „Man muss sich neu orientieren und die Träume neu ausrichten. Aber hört niemals auf zu Träumen!“ Gesa Liss

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