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Teuber gewinnt in Maniago

„Ich bin wieder ganz der Alte“

Radsportler Michael Teuber ist neun Monate nach seinem Oberschenkel-Trümmerbruch beim Paracycling-Weltcup im italienischen Maniago auf die internationale Bühne zurückgekehrt – und das mit einer beeindruckenden Leistung.

Michael Teuber meldete sich neun Monate nach seinem schweren Sturz eindrucksvoll mit einem Sieg beim Weltcup in Maniago zurück. Foto: Artur Preißler

Michael Teuber meldete sich neun Monate nach seinem schweren Sturz eindrucksvoll mit einem Sieg beim Weltcup in Maniago zurück. Foto: Artur Preißler

Der vierfache Paralympicssieger kletterte gleich beim ersten Einzelzeitfahren ganz nach oben auf das Podest. Über 12,8 Kilometer ließ Teuber (47) der Konkurrenz in der Startklasse C1 mit starken 19:18 Minuten keine Chance und feierte im WM- Regenbogentrikot ein gelungenes internationales Comeback.

„Ich habe schon bei meinen Erfolgen bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften gemerkt, dass ich richtig gut in Form bin. Trotzdem war es für mich spannend, ob ich meine Leistung auch im Weltcup abrufen kann“, erklärt Teuber und ergänzt: „Dass es so gut läuft und ich neun Monate nach dem Mountainbike-Unfall schon wieder so gut drauf bin, ist eine aufregende Geschichte und überwältigend.“ Zwei Monate hatte der 17-fache Weltmeister im Krankenhaus liegen müssen, verbrachte anschließend drei Monate in der Reha und kämpfte sich im viermonatigen Training wieder heran. 10.000 Kilometer spulte der Routinier in 2015 zurück – und kann nach den nationalen sowie internationalen Erfolgen zufrieden festhalten: „Ich bin wieder ganz der Alte. Durch den Beinbruch habe ich mich nicht aufhalten lassen.“

Beim ersten internationalen Leistungsvergleich der Saison rundeten zwei weitere Deutsche das tolle Resultat in der Startklasse C1 ab: Erich Winkler schaffte es hinter Teuber als Zweiter ebenfalls aufs Podium und verwies Vize-Weltmeister Giancarlo Masini auf Rang drei, Pierre Senska landete auf dem vierten Platz. Bei den Frauen holte Denise Schindler Platz zwei (Klasse C3w/21:48 Minuten), Kerstin Brachtendorf wurde Dritte (C5w/20:17) und Yvonne Marzinke kam auf Rang vier (C2w/24:08).

Bereits am kommenden Wochenende geht es für die deutschen Radfahrer mit dem Weltcup in Yverdon les Bains (Schweiz) weiter. Ende Juli (24. bis 26. Juli 2015) folgt ein Heim-Weltcup in Elzach (Baden- Württemberg), ehe es danach ernst wird: Vom 30. Juli bis 2. August steigen in Notwill (Schweiz) die Straßen-Weltmeisterschaften im Paracycling. Dann will auch Michael Teuber auf dem Treppchen wieder ganz nach oben. Kevin Müller

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