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Handbike-Trophy

Jetze Plat sprintet mit 720 Watt zum Sieg

Berlin begrüßte auch beim 43. BMW BERLIN-MARATHON die 185 gemeldeten Handbiker und Handbikerinnen mit Sonne und angenehmen Temperaturen. Neu war in diesem Jahr, dass die Favoriten bei deren Vorstellung auf Videoleinwände abgebildet wurden, die im gesamten Startgebiet aufgestellt waren. Unter den Fahrern aus 20 Nationen waren viele der kurz vorher aus Rio zurückgekehrten Paralympioniken. „Ich habe zu Hause nur kurz den Koffer gewechselt und bin gleich weiter zum Berlin Marathon“ sagte die Schweizerin Sandra Stöckli, „Berlin gehört einfach zu meinen persönlichen Highlights“. Damit war sie allerdings nicht alleine.

Zieleinlauf der Männer. Foto: Jörn Kreinberg

Zieleinlauf der Männer. Foto: Jörn Kreinberg

Pünktlich um 8:58 Uhr erfolgte dann der Start. Das Tempo ging die Spitzengruppe bis Kilometer 5 mit einer Durchschnitts- geschwindigkeit von 40,63 km/h an, sodass auf ein Ergebnis in der Nähe des Streckenrekords (1:02:32 Std.) gehofft werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 13 Fahrer beieinander. Um das Feld weiter zu dezimieren wurde dann taktisch gefahren. Besonders das Team Sopur setzte dabei auf kräftezehrende Sprintattacken. Mit Erfolg, denn bei Kilometer 20 waren nur noch 6 Fahrer in der Spitzengruppe dabei, bis dem stark fahrenden Kim Klüver Christiansen (DNK) am wilden Eber der Plattfußteufel ereilte. Er musste somit abreißen lassen, erreichte aber trotzdem mit einer Zeit von 1:08:50 Stunde das Ziel.

Die verbliebenen Jetze Plat (NDL), Michael Jörgensen (DNK), Bernd Jeffré (GER) sowie die Team Sopur Fahrer Arkadiusz Skrzypinski (POL) und Vico Merklein (GER) schenkten sich nichts und versuchten weiterhin mit Zwischensprints etwas „zu reißen“. Das Spiel ging dann bis ins Ziel. Hier drehte der Niederländer Plat mit 720 Watt an der Kurbel und gewann den Zielsprint vor Vico Merklein und Bernd Jeffré. „Das war ein hartes Rennen, die Jungs haben es mir sehr schwer gemacht, ich bin Glücklich das ich den Sprint gewinnen konnte“ berichtete Plat nach dem Rennen. Ein Streckenrekord ist es mit 1:05:06 Stunde nicht geworden, aber die Zuschauer haben ein aufregendes Rennen mit einem packenden Finish gesehen.

Das dritte Mal in Folge stellte Rio-Goldmedaillengewinnerin Christiane Reppe einen Streckenrekord beim Berlin Marathon auf. Mit 01:08:54 Std. blieb sie als erste Handbikerin unter der magischen 01:10. Auch 2016 fuhr die Weltmeisterin in einer eigenen Liga. Schon am Freitag bei der Pressekonferenz hatte die amtierende Weltmeisterin ihr Vorhaben angekündigt. „Gestern war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher ob ich das tatsächlich schaffen werde“ sagte Reppe nach dem Sieg „aber ich hatte eine gute Gruppe und so hat es dann doch geklappt. An der Strecke waren noch mehr Zuschauer als letztes Jahr und die Stimmung war gut – das hat mir viel Spaß gemacht“.

Um Platz zwei und drei ging es bei Sandra Stöckli (SUI) und der Kielerin Katrin Möller (GER). Beide fuhren in der gleichen Gruppe und der Zielsprint musste es entscheiden. Letztendlich setzte sich Stöckli durch und freute sich nach den Rio Anstrengungen das Rennen mit einem tollen zweiten Platz zu beenden. Auch für Katrin Möller war der dritte Platz mehr als zufriedenstellend. Mit ihrem zweiten Platz in Hamburg und dem Sieg in Duisburg gewinnt sie das erste Mal die Frauenwertung WH4 der Handbike-Trophy.

Die H3er kämpften mit Walter Ablinger (AUT), Edward Maalouf (LIB) und Jürgen Döringer (GER) um den Divisionssieg. Nach 18 Km hatten sich Ablinger und Maalouf absetzen können. Schließlich setzte sich Walter Ablinger dann im Zielsprint vor Edward Maalouf durch. Dritter wurde mit 2 Minuten Rückstand Jürgen Döringer.

Wie so oft in den letzten Jahren konzentrierte sich das Rennen in der Tetra Klasse auf Wolfgang Schattauer (AUT) und Patrick Pascal (FRA). In diesem Jahr mit besserem Ende für Pascal der mit 15 Sekunden Vorsprung ins Ziel sprintete. Dritter wurde der Organisator des Handbikerennen „Black Forest Cup“, Christoph Künstle (GER). Jörn Kreinberg

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