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71:34-Auswärtssieg in Jena

Kölner holen wichtige Punkte

Mit einem klaren 71:34-Auswärtssieg gegen die Jena Caputs schaffen die Köln 99ers in der Rollstuhl-Basketball-Bundesliga den Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz und tanken wieder Selbstvertrauen für das nächste wichtige Spiel gegen die Roller Bulls am Nikolaussamstag.

Angeführt wurde das Team von Kapitän Lars Bergenthal, der am 8. Spieltag in Jena einen „Sahnetag“ erwischte und mit 87 Prozent Trefferquote sein bestes Spiel der Saison zum richtigen Zeitpunkt ablegte. Am Ende wurde er mit 14 Zählern und 4 Assists zweitbester Scorer im Spiel. Marina Mohnen, die wieder einmal als sichere Außenschützin mit 17 Punkten und ebenfalls vier Assists zur Topscorerin avancierte, zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Mit Edwin Schalkx (13 Punkte) und Paul Toes (12 Punkte) punkteten zwei weitere Spieler zweistellig. Insgesamt präsentierten die Domstädter eine starke Teamleistung, die zum Auswärtssieg führte.

So lobte auch nach Spielende der zufriedene Headcoach Martin Otto die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der dieser Sieg eingefahren werden konnte. Nach einer langen aber stressfreien Anfahrt im extra für dieses wichtige Auswärtsspiel angemieteten ASB-Reisebus, starteten die 99ers gut in die Partie. Lautstark angefeuert von ihren mitgereisten Fans verteidigten die Domstädter von Beginn an konsequent und ließen im ersten Viertel lediglich zwei Feldkörbe und drei Freiwürfe der Hausherren zu. Das Ergebnis von 7:16 nach 10 Minuten brachte dem Team die notwendige Zuversicht und das Selbstvertrauen. Auch wenn die Jena Caputs im zweiten Spielabschnitt über Andy Ortmann und Jeff Watson den Abstand zunächst zum 11:16 verkürzten, hatten die Domstädter mit 3 Punkten von Marina Mohnen die richtige Antwort gleich parat. In der Folge entwickelte sich ein kurzer Schlagabtausch der beiden Teams, bei dem die 99ers ihren Vorsprung bis zur Halbzeit nochmal bis zum 19:36 weiter ausbauen konnten. Mit dieser 17–Punkte-Führung, war bereits eine Vorentscheidung im Kellerduell gefallen.

Die Domstädter konnten nun weiter befreit aufspielen und auch im 3. Viertel mit einem 8:16 den Vorsprung erneut ausbauen. Als es beim Spielstand von 27:52 in den letzten Spielabschnitt ging legten die 99ers nochmal einen konzentrierten 8:0 Lauf vor und hatten beim 27:60 das Spiel bereits für sich entschieden. Jena erzielte zwar noch einige Punkte, konnte aber die 8. Niederlage in Folge nicht mehr abwenden.

Die Rückreise traten die Rheinländer mit einem klaren 34:71 Auswärtssieg an und müssen nun am kommenden Samstag vor heimischem Publikum die nächste Hürde im Kampf um den Klassenerhalt gegen die starken Roller Bulls bewältigen. Für die 99ers spielten:

Marina Mohnen (17), Lars Bergenthal (14), Edwin Schalkx (13), Paul Toes (12), Frederic Jäntsch (8), Gabriel Kasapoglu, Patrick Richter, Benjamin Lenatz (2), Frank de Goede (5)

Für Marina Mohnen war es ein Wochenende mit zwei tollen Erfolgen. Während sie mit den Köln 99ers in Jena um wichtige Punkte für den Klassenerhalt kämpfte und als Topscorerin der Partie ihre großen Qualitäten in den Dienst der Mannschaft stellte, durften ihre Teamkolleginnen der deutschen Damennationalmannschaft die besondere Auszeichnung im Sportmuseum in Köln entgegen nehmen.

Die inzwischen etablierte Veranstaltung im Kalender der Behindertensportler erfreut sich immer größerer Aufmerksamkeit in den verschiedensten Medien und unterstreicht den Stellenwert, den der Sport in Bezug auf das Thema Inklusion in unserer Gesellschaft erreicht.

In der Kategorie Sportlerin des Jahres erhielt die Regensburgerin Anna Schaffelhuber diese Ehrung zum wiederholten Male für ihre überragenden Leistungen im Monoski, die sie mit zahlreichen Medaillen bei unterschiedlichsten Veranstaltungen gewinnen konnte.

Bei den Herren setzte sich der Leichtathlet Markus Rehm vom TSV Bayer 04 Leverkusen gegen die Konkurrenz durch und konnte das  für ihn erfolgreiche wie spannende Sportjahr für sich mit dieser Ehrung krönen.

Das Regionalliga Team der Köln 99ers konnte sich an diesem Samstagnachmittag auch im 2. Aufeinandertreffen gegen die Reserve des ASV Bonn II mit 57:42 durchsetzen.

Nach einem deutlichen Sieg vor genau einer Woche in Köln war die zweite Mannschaft der Köln 99ers auch an diesem Samstag als Favorit nach Bonn gefahren. Die Gastgeber aus Bonn hatten sich für dieses Spiel einiges vorgenommen und wollten unbedingt Revanche nehmen.

Doch die Domstädter waren auf das Derby gut vorbereitet. Zunächst brauchten die 99ers ein wenig Zeit, um in die Partie zu finden. Beim 2:4 aus Kölner Sicht schien alles planmäßig zu laufen. Doch dann kam mit einem 11:2 Lauf für die Hausherren die erste kleine Führung für den ASV. Die anschließende Auszeit der Kölner und die Umstellung auf eine Zonenpresse zeigte zwar zunächst keinen deutlichen Erfolg (1. Viertel 15:10), brachte dann aber den von Spielertrainer Michalis Stergiopoulos gewünschten “Aufwach-Effekt” für das 2. Viertel. Die Kölner zeigten nun eine deutlich bessere Defense-Leistung und konnten dieses Viertel souverän mit 18:7 gewinnen. Nach dem Seitenwechsel war mit 22:28 eine kleine Führung für die Gäste herausgespielt. Auch im 3. Viertel ließen die Kölner nun nichts mehr anbrennen. Center Michael Kloos baute quasi im Alleingang die Führung weiter aus und erzielte binnen weniger Minuten 11 seiner insgesamt 17 Punkte in diesem Spielabschnitt. Somit gingen die Domstädter bei einem Spielstand von 32:47 mit einem komfortablen 15-Punkte-Vorsprung in die letzten 10 Spielminuten. Mit 10:10 gestaltete sich dieses Viertel ausgeglichen und Köln brachte letztlich verdient den 5. Sieg mit nach Hause und platziert sich nun auf Rang 2. Es spielten: Kloos M. (17), Zielke D. (14), Stergiopoulos M. (14), Bergenthal T. (8), Yüksekkaya I. (4), Cousin S., Ludewigt L., Pasmann B. Julia Päschke

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