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Leistungssportreform

Meilenstein für den paralympischen Spitzensport

Das Konzept zur Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung ist im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit großer Mehrheit beschlossen worden. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) begrüßt diesen Entschluss und vor allem die damit verbundene Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform.

Wenn nicht als großen Sprung, so doch als großen Schritt bezeichnet DBS-Präsident Besucher die neue Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS

Wenn nicht als großen Sprung, so doch als großen Schritt bezeichnet DBS-Präsident Besucher die neue Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS

„Dass sich Sport und Politik zur Gleichstellung des olympischen und paralympischen Sports bekannt haben, ist für uns ein Meilenstein. Damit wird auch unterstrichen, dass der Sport einen wesentlichen Beitrag für die gesamtgesellschaftliche Inklusionsdebatte leistet. Der DBS bedankt sich ausdrücklich bei den Beteiligten, stellvertretend allen voran Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie DOSB-Präsident Alfons Hörmann“, betont DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Darüber hinaus ist eine stärkere Einbindung des paralympischen Sports in die Gesamtstruktur der Bundesstützpunkte ebenso Inhalt des Reformpapiers wie das Vorhaben, in den Spitzenverbänden eine Bereitschaft für die Integration der paralympischen Sportarten zu entwickeln.

„Es ist das Ziel formuliert, dass mittel- bis langfristig möglichst alle paralympischen Sportarten von dem jeweils zuständigen Spitzenverband verantwortet werden“, berichtet Beucher, und der im DBS für den Leistungssport zuständige Vizepräsident Dr. Karl Quade fügt hinzu: „Dabei müssen natürlich die spezifischen Anforderungen des Spitzensports von Athletinnen und Athleten mit Behinderung berücksichtigt werden, so dass derzeit die Übernahme der neuen Förderungssystematik nur bedingt möglich ist.“ Außerdem wird das Bundesleistungszentrum Kienbaum künftig in „Deutsches Olympia- und Paralympics-Trainingszentrum Kienbaum“ umbenannt und der Aufbau von professionellen Trainerstrukturen im Spitzensport von Menschen mit Behinderung soll weiter vorangetrieben werden.

Bessere Förderung, bessere Strukturen für Athleten und Trainer sowie eine deutliche Annäherung an die olympischen Spitzenverbände bis hin zu einer Gleichstellung des olympischen und paralympischen Sports – „für uns ist diese starke Verankerung des Behindertensports in der Leistungssportreform ein großer Schritt“, sagt Friedhelm Julius Beucher und ergänzt: „Dieser ist aber auch folgerichtig, wenn man die beachtliche Entwicklung und den Bedeutungszuwachs insbesondere des paralympischen Spitzensports betrachtet. Auch international sehen wir immer weitere Leistungssprünge, so dass wir uns weiter professionalisieren müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.“ Das Konzept zur Neustrukturierung des Leistungssports könnte da tatsächlich ein Meilenstein sein. Kevin Müller/DBS

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