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Mit Buzzerbeater zum Sieg

Was für ein Jubel samt Platzsturm nach dem Buzzerbeater von Tommie Lee Gray zum 70:68 Sieg für die Köln 99ers im letzten Heimspiel der Saison gegen die Rolling Devils aus Kaiserslautern. Es war ein rundum perfekter Tag für die Domstädter, die vor über 300 Zuschauern einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft haben, wenngleich das alles entscheidende Spiel nächste Woche in Frankfurt noch aussteht. Einziger Wehrmutstropfen blieb an diesem Tag der Abschied von Martin Otto, der zum Saisonende auf eigenen Wunsch seinen Trainerposten bei den 99ers aufgeben wird.

In die Partie gegen die Devils aus Kaiserslautern starteten die Kölner mit einem 6:0 Lauf und gestatteten den Gästen mit einer bärenstarken Verteidigung erst in der 5. Minute den ersten Punkt, als der US Amerikaner Jake Williams für die Devils einnetzte. Köln behielt bis zum 10:6 die Oberhand in diesem Viertel. Doch die Gäste aus der Pfalz kamen nun immer besser ins Spiel und erzielten erneut über Williams den Ausgleich. Die Antwort kam postwendend vom Kölner Jaime Mazzi, der vor dem Viertelende mit zwei erfolgreichen 3-Punktewürfen zum 18:18 traf. Nach der kurzen Pause machte Mazzi dann da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte, schenkte den Devils mal eben zwei weitere lupenreine 3er ein und wurde am Ende mit 24 Punkten, davon fünf Dreier, zum Topscorer der Partie. In der Folge gestaltete sich ein offener Schlagabtausch beider Teams, bei dem die Hausherren eine knappe 38:34 Führung in die Kabine mitnehmen konnten.

Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zunächst zugunsten der Gäste. Wie schon in der Vorwoche verschliefen die 99ers den Start der 2. Halbzeit und mussten zusehen, wie die Lauterer das Spiel drehten. So stand es Mitte des 3.Viertels 42:52 bevor John McPhail und Lars Bergenthal die Kehrtwende einläuteten. Lars zeigte mit zwei sauberen Distanzwürfen seine Qualitäten als Schütze und musste in der Folge deutlich intensiver verteidigt werden. Dies eröffnete seinen Mitspielern die Freiräume, um aus anderen Positionen zu scoren. Insbesondere John McPhail nutze diese Räume und zeigte mit seinem ersten Triple-Double im Trikot der Kölner als Motor der 99ers eine fantastische Leistung. Mit 10 Punkten, 11 Rebounds und stolzen 14 Assists war er maßgeblich am Kölner Heimerfolg beteiligt. Ramo Rekanovic vor der beeindruckenden Kulisse wieder zu alter Stärke zurück und steuerte mit seinen Mitteldistanzwürfen 15 Punkte zum Sieg bei. Für Tommie Lee Gray und alle 99ers dürfte dieses Spiel wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Sein 10. Punkt erlöste mit der Schlusssirene alle Fans und ließ die Halle toben. Ein unglaublich wichtiger Sieg für die Moral der Mannschaft, die aufopferungsvoll gekämpft hat und nun gestärkt zum alles entscheidenden Spiel am nächsten Samstag in Frankfurt fahren kann.

Auch abseits des Spielfelds bot der letzte Heimspieltag der Saison den Zuschauern ein buntes Rahmenprogramm aus großen und kleinen Aktionen und Präsentationen. Den Spieltag starteten die Köln 99ers mit ihren Partnern und Förderern im Netzwerktreffen vor Spielbeginn. Hier bekamen die anwesenden Gäste einen kurzen Rück- und Ausblick auf das vielfältige Engagement des Vereins mit seinen 4 Liga- Teams, der Kindergruppe Rolli-Rookies und den zahlreichen Projekten und Veranstaltungen in Schulen und bei diversen Events.

Während die Teams im WarmUp Modus waren stellte sich der Verein „Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner“ mit seinem Engagement vor. Um diese tolle Arbeit zu unterstützen, waren die 99ers gerne bereit, an diesem Tag bei ihren Fans Spenden für das ehrenamtliche Obdachlosen-Projekt zu sammeln.

Nach dem Line-Up der Teams bedankten sich Winfried Hühn und Sedat Özbicerler beim Kölner Headcoach Martin Otto für sein 5-jähriges Engagement bei den Köln 99ers. Aus zeitlichen Gründen kann Martin die erfolgreiche Zusammenarbeit in der neuen Saison nicht mehr fortsetzen. Lars Gomann

Köln: Bergenthal 4, Kasapoglu, Jäntsch 7, O’Kelly-Kennedy, Rekanovic 15, van der Stehen, Mazzi 25/5, Richter, Grey 10, McPhail 10

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