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Handbike paralympisch

Neue Disziplin, alte Namen

Das Handbiken gehört seit den Spielen in Athen 2004 offiziell zu den paralympischen Sportarten. So weit, so neu. Was die Protagonisten angeht, so sind es weitgehend die uns bekannten Namen gewesen, die die Medaillen abgeräumt haben. Zum Beispiel der Österreicher Johann Mayrhofer.

Der 55-Jährige Österreicher bleibt das Maß aller Dinge, kann man sagen. Denn der doppelt Oberschenkel amputierte Athlet gewann das Straßenrennen der Division B/C und setzte damit den absoluten Höhepunkt seiner bisherigen Karriere. In einem spannenden Finale entschied Mayrhofer mit einer halben Radlänge das Rennen für sich und verwies damit den US-Fahrer Alejandro Albor sowie den Niederländer Johan Reekers auf die Plätze. Im Zeitfahren musste sich Mayrhofer dem Tschechen Marcel Pipek geschlagen geben. Na gut, möchte man sagen, man kann schließlich nicht immer gewinnen. Es war allerdings so, dass Mayrhofer die mit Abstand schnellste Zeit fuhr, Pipek aber unter Berücksichtigung der Schwere des Handicaps auf den ersten Platz gesetzt wurde.

Auch der Österreicher Christoph Etzlstorfer fuhr ein großartiges Rennen und holte sich hinter dem Sieger Rastislav Turecek und dem Zweiten Franz Weber die Bronzemedaille. Wolfgang Schattauer landete knapp auf dem fünften Platz. Silbermedaillengewinner Franz Weber aus Österreich: „Ich wusste, dass ich meinen Gegner auf den letzten Runden nicht würde schlagen können. Deswegen habe ich versucht, wegzufahren, auch wenn es sehr hart für mich war.“ Weber hat alles gegeben, und musste am Ende nur den Slowaken ziehen lassen. „Ich bin bedeutend älter als der Gewinner. Ich bin auf jeden Fall zufrieden.

Das Zeitfahren entschied der Tetra Etzlstorfer in der Division A sogar für sich. Man kann also sagen, dass sich für den früheren erfolgreichen Rennrollstuhlfahrer der Umstieg aufs Handbike vollauf gelohnt hat. Ebenso wie für den Schweizer Para Franz Nietlispach, der in der Division B/C den dritten Platz belegte.

Der deutsche Andreas Kiemes zeigte eine gute Leistung und belegte in der Division A die Plätze vier beziehungsweise fünf. Florian Sitzmann, Vizeweltmeister von 2002, und einer der großen Medaillenhoffnungen bei den Rennen in Athen, musste wegen eines defekten Sitzkissens aus dem Wettbewerb ausscheiden. Das Zeitfahren schloss der als 13. in der Zeit von 22:32,68 Minuten ab. fee

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