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Popow trainiert Nachwuchs

„Nicht laufen, läuft nicht“

Vom 12. bis 15. Oktober 2016 heißt es wieder „Nicht laufen, läuft nicht” – dann zeigt Heinrich Popow, Goldmedaillengewinner bei den Paralympics 2012, Kindern und Jugendlichen zwischen elf und 18 Jahren, wie sie mit einer Prothese Sport treiben können. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) lädt nach einer gelungenen Premiere im letzten Jahr gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Medizintechnikunternehmen Ottobock, ins südniedersächsische Duderstadt zum zweiten „Talent camp“ ein. Das Angebot richtet sich an Kinder, die ihre ersten Schritte auf einer Karbonfeder ausprobieren wollen, genauso wie an diejenigen, die bereits Erfahrung mit einer Sportprothese haben. Trainer und Experten des DBS sind dabei ebenso vor Ort wie ein Technikerteam von Ottobock, das dann gerade von seinem Einsatz bei den Paralympischen Spielen aus Rio zurückgekehrt ist.

Paralympicssieger Heinrich Popow führt den interessierten Nachwuchs in die Welt der Sportprothesen ein. Foto: Ottobock

Paralympicssieger Heinrich Popow führt den interessierten Nachwuchs in die Welt der Sportprothesen ein. Foto: Ottobock

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher besuchte die Premiere im vergangenen Ort – und war begeistert. „Ich freue mich über die Fortsetzung einer tollen Idee, die Kinder und Jugendliche die Faszination des Sports von Menschen mit Behinderung erleben lässt. Solche Angebote leisten zudem einen gewichtigen Beitrag zur Talentsichtung im deutschen Behindertensport.“ Christin Gunkel, CMO der Otto Bock HealthCare GmbH, erklärt zum „Talent camp“ und zum Engagement des Unternehmens: „Was alle Kinder verbindet, ist ihr natürlicher Bewegungsdrang. Für Kinder mit Mobilitätseinschränkungen ist es daher besonders wichtig, bei allen Aktivitäten mitmachen zu können. Hierzu zählt die Teilnahme am Schulsport genauso wie die Ausübung einer Sportart im Verein.“ Technisch sind hierfür spezielle Sportprothesen erforderlich, die den Teilnehmern für das Camp kostenlos zur Verfügung gestellt und von den Technikern angepasst werden.

Techniker kümmern sich vor Ort um den optimalen Sitz der Laufprothesen. Foto: Ottobock

Techniker kümmern sich vor Ort um den optimalen Sitz der Laufprothesen. Foto: Ottobock

Das Angebot richtet sich auch an begleitende Orthopädietechniker und Eltern. Während die Kinder laufen, springen und zwischendurch auch mal Rollstuhlbasketball ausprobieren, werden die Orthopädietechniker durch Experten von Ottobock im Spezialgebiet der Sportversorgung geschult. Gleichzeitig haben die Eltern die Möglichkeit sich untereinander und mit Vertretern des DBS sowie Ottobock auszutauschen und an einem Rahmenprogramm teilzunehmen. Kevin Müller

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