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reha team West & Otto Bock-Trophy

Roel Brujns setzt erste Marke

Zwei runde Geburtstage gab es in diesem Jahr in Korschenbroich zu feiern. Den Größeren davon erlebte der Internationale Korschenbroicher City-Lauf mit seiner 20. Auflage selbst, während die reha team West & Otto Bock-Trophy die Handbiker zum fünften Male an den Niederrhein einlud.

Hart umkämpft waren die Platzierungen in den einzelnen Kategorien beim Korschenbroicher Citylauf, teilweise musste ein Video als Beweis herangezogen werden. Foto: reha Team West

Hart umkämpft waren die Platzierungen in den einzelnen Kategorien beim Korschenbroicher Citylauf, teilweise musste ein Video als Beweis herangezogen werden. Foto: reha Team West

„Dabei waren wir im Vorfeld gespannt, wie es sich auswirkt, dass der Bonn-Marathon diesmal nicht am gleichen Tage terminiert ist. Die günstige Anbindung motivierte die Athleten in den vergangenen vier Jahren zum Doppelstart “, erklärte Organisator Holger Falk vom reha team West, dass er zentral eingebettet in die Veranstaltung mit ihren knapp 3000 Finishern, dann ein attraktives Feld von 18 Handbikern präsentieren konnte. Das launisch-kühle Wetter hatte den ein oder anderen Gemeldeten von einem Start abgehalten, letztlich aber stand Petrus dem Jubiläumsrennen Pate und behielt den gesamten City-Lauf über sieben Stunden trocken.

Gleich zu Beginn des Rennens kristallisierten sich zwei „Dreierpacks“ heraus. An der Spitze faszinierte die Weltklasse der Division C in Person von Vorjahressieger Roel Bruijn, seinem holländischen Landsmann Johan Reekers und Wim Declair die vielen tausend Zuschauer mit hartem Tempo und ständig wechselnden Führungen.

Die technisch anspruchsvolle 1400 m-Runde war neunmal zu absolvieren, das Rundenmittel lag bei rund 2:20 Minuten. Anders als in den Vorjahren, ließ Reekers bis auf die Zielgerade nicht abreißen, das bessere Finish aber hatten Bruijn und Declair für sich. Mit 56 Hundertstelsekunden setzte sich der 24-jährige Titelverteidiger vom Team Double Performance gegen den letztjährigen Gewinner der HCT- und ECH-Rennserie durch. Roel Bruijns Zeit von 21:08,55 Minuten setzt auf der neuen Distanz von 11 862 m zugleich die erste Marke für 2009 zur Verbesserung des Streckenrekordes.

Gleichfalls früh nach dem Start bildete sich mit Vico Merklein, Torsten Purschke und Edward Maalouf die zweite Dreiergruppe heraus. Merklein und Purschke, als die bis dato beiden schnellsten Athleten aller Zeiten auf der Marathondistanz, schenkten sich nichts. Flankiert von B-Fahrer Edward Maalouf (Team Sopur), der gemeinsam mit seinem Team-Kameraden Vico den Chef des Otto Bock-Teams in Schach zu halten versuchte.

Dies gelang dem 30-jährigen Merklein (22:10,40 Minuten) mit einem fulminanten Zielspurt. Torsten Purschke lag in 22:10,62 Minuten einen Wimpernschlag dahinter.

Maalouf wiederum sicherte sich den Sieg in der Division B, um deren zweiten Platz sich an diesem Nachmittag Markus Pilz und Jurgen Deneve einen harten Schlagabtausch lieferten. Routinier Pilz schien dem Teamkollegen von Wim Declair aus dem Flanders Handbike Team bereits enteilt, doch der 35-jährige Deneve kämpfte sich Runde um Runde an den Chef der Handbiker vom TV Kleinwiedenest heran. Am Ende lagen auch diese beiden Athleten nur eine glatte halbe Sekunde voneinander entfernt.

Der Niederländer Willem Takke sicherte sich den Sieg in der Division A. Nicht zu vergessen Nachwuchstalent Daniel Petersen. Der 17-jährige Lokalmatador der Division C landete mit seiner Zeit bereits inmitten der starken B-Fahrer und unterstrich, dass in Zukunft durchaus mit ihm zu rechnen ist. Verdienter Lohn war der Willi-Esser-Gedächtnispreis in Erinnerung an den Begründer des City-Laufes, der seit je her ein Herz an den Handicap-Sport verloren hatte.

Am Ende gab es jede Menge zufriedener Gesichter im Rahmen der Siegerehrung. Einziger Wermutstropfen war die elektronische Zeitmessung, die den Veranstaltern teils kräftig in die Suppe spuckte und Holger Falk zum Studium des „Videobeweises“ für die Erfassung des Zieleinlaufes veranlasste. „Aber das hat auch sein Gutes, so verbleibt doch immer noch Luft nach oben“, meinte der 43-jährige abschließend und freut sich auf die 6. reha team West & Otto Bock-Trophy am 26. April 2009. reha team West

 

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