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Handbike-Trophy

Taktik nach schnellem Start

Mit großer Spannung wurde auf den 31. Haspa Marathon Hamburg geschaut. Im ersten Rennen der Handbike-Trophy Rennserie 2016 wollte man wissen, wie der Leistungstand nach der Winterpause ist. Bei Sonnenschein und erfrischenden Temperaturen waren die Bedingungen hierfür sehr gut.

Viele Zuschauer kommen zu den Stadtmarathons, um auch die Handbiker zu sehen. Foto: Tjark Bröer

Viele Zuschauer kommen zu den Stadtmarathons, um auch die Handbiker zu sehen. Foto: Tjark Bröer

Nach einem schnellen Start wurde auf der Reeperbahn angefangen zu taktieren, das Tempo immer wieder herausgenommen, um dann Attacken zu setzen. Schnell selektierte sich so eine achtköpfige Spitzengruppe, die bei Kilometer 15 auf sechs schrumpfte und bei Kilometer 20 nur noch aus Jetze Plat (NED), Vico Merklein (GER), Jonas van de Steene (BEL) und Bernd Jeffré (GER) bestand, der dann bei Kilometer 22 nicht mehr folgen konnte.

Die verbliebenen Drei wechselten sich in der Führungsarbeit ab, bis bei Kilometer 24 der Niederländer Jetze Plat den Hammer rausholt. Als Vico Merklein (GER) vorne war, flog von hinten Jetze Plat vorbei. „Über 4 Kilometer habe ich versucht, wieder heranzukommen, erst waren es100m die ich bis auf 50m zufahren konnte. Dann habe ich gemerkt dass ich es heute nicht schaffe „so Merklein“. Damit konnte Jonas van der Steene (BEL) wieder zu Merklein aufschließen.

„Ich weiß wie stark Vico und Jonas sind, wusste aber nie wie groß mein Abstand ist“ so Plat „es war sehr hart, aber ich habe einfach alles gegeben und immer gehofft, dass sie mich nicht mehr einholen“. Das brachte ihm den unangefochtenen Sieg in der Division H4 und den Gesamtsieg in 1:04:55 Std, mit über 3 Minuten Vorsprung. „Der Hamburg Marathon ist großartig und nächstes Jahr bin ich ganz sicher wieder dabei“ sagte ein sichtlich glücklicher Plat nach seinem Erfolg.

Die beiden folgenden Merklein und van de Steene lieferten sich vor den begeisterten Hamburger Zuschauern auf der Zielgraden ein hochspannendes Finish, das Vico Merklein mit 20 cm Vorsprung knapp für sich entschied. Wenn Christiane Reppe vom Team Sopur bei einem Rennen antritt, ist meistens nur die Frage wer zweite in der Frauenklasse wird. Auch in diesem Jahr gewann Reppe in 1:13:37 Std. souverän und verbesserte ihren eigenen Streckenrekord aus 2015. Zweite wurde die norddeutsche Katrin Möller vor Aase Kvolbaek Ibsen aus Dänemark. Nach längerer Pause meldete sich mit einem zweiten Platz in der Division H3 der Libanese Edward Maalouf eindrucksvoll zurück. Nur Ludovic Narce (FRA) war mit 1:09:21 Std. schneller und sicherte sich damit den ersten Rang in dieser Division. Dritter wurde adViva Team Fahrer Jürgen Döringer.

Der Sieger von Hamburg heißt Jetze Plat. Foto: Jörn Kreinberg

Der Sieger von Hamburg heißt Jetze Plat. Foto: Jörn Kreinberg

Am besten trainiert kam der Österreicher Wolfgang Schattauer im Paralympischen Jahr aus der Winterpause zurück. Schattauer, der sich oft ein Kopf an Kopf Rennen mit Patrick Pascal (FRA) liefert, konnte sich bei diesem Rennen mit 8 Minuten Vorsprung durchsetzen und gewann die Division der Tetras in einer Zeit von 1:25:25 Std. Lokalmatador Torben Bröer erreichte einen guten dritten Platz. Für die Zuschauer, genauso wie für die Aktiven bot der 31. Haspa Marathon Hamburg wieder einen großartigen Rahmen, davon zeugten die vielen glücklichen Gesichter und positiven Echos nach dem Zieleinlauf. Hier haben alle ihren Spaß. Die Weltspitze des Handbikesport genauso wie die Adaptivbiker, junge aufstrebende oder Franz Kamber, mit 76 Jahren ältester Teilnehmer bei den Handbikern.

Da freuen sich auch die Organisatoren der Handbike-Trophy, dass diese Erfolgsgeschichte weiter geht und danken allen Helfern, Aktiven und Zuschauern für die tolle Resonanz! Jörn Kreinberg

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