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Schnitt von 43 km/h

Teuber macht perfektes Rennen

Der Aufwand war immens, der Lohn auch: fast 17.000 Kilometer hatte Michael Teuber in der Vorbereitung für Rio seit Dezember 2015 absolviert, über 7.000 Kilometer auf seiner Profi-Zeitfahrmaschine geschunden und sich so zu 100 Prozent auf den Kampf gegen die Uhr spezialisiert.

Und es gelang ihm ein perfektes Rennen: Auf der flachen Strecke über 20 Kilometer entlang der Strände Rios distanzierte Teuber den Mann, der ihn in der Bahn-Verfolgung noch eingeholt hatte, den Kanadier Ross Wilson um 53 Sekunden, fast zeitgleich folgte Giancarlo Masini aus Italien, dahinter wieder undankbarer Vierter Erich Winkler aus Gaisenhausen. Mit einem Schnitt von 43 km/h und einer Laufzeit von 27:53 Sekunden konnte Teuber seine Bestleistung abrufen. Doch es war bei weitem kein gewöhnlicher Sieg: Teuber gewann bei seinem fünften Paralympics-Gold nach Athen 2004, Peking 2008 und London 2012 das vierte paralympische Zeitfahren in Folge, da gelang vor ihm noch keinem.

Teuber: „Ich bin überglücklich und sehr sehr zufrieden, dass ich es wieder geschafft habe. Ich musste mich extrem spezialisieren, habe alle Register gezogen. Zeitfahren ist ein taktisches Puzzlespiel, die perfekte Form, optimale Aerodynamik von Fahrer und Material und eine intelligente Renneinteilung müssen zusammenkommen, um einen solchen Coup zu landen, das ist mit gelungen. Ich könnte meine Grenzen wieder ein Stück weit hinausschieben und habe das beste Zeitfahren meiner Karriere hingelegt, das macht mich neben dem Sieg selbst sehr zufrieden. Presseinfo M.Teuber

 

Aus eigener Kraft: Wie die größte Krise meines Lebens mich stark gemacht hat, heißt die Autobiografie von Michael Teuber, die im August 2016 erschienen ist. Dort findet der Sportler, wie man es von ihm gewohnt ist, deutliche Worte. Er erzählt nicht nur seine eigene Geschichte, sondern übt auch Kritik an Funktionären und Gesellschaft

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