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Oettinger Cup

Thuringia Bulls bestes Team, Zwickauer Jan Gans bester Spieler

Der 6. Oettinger Cup bot Rollstuhlbasketball der Extraklasse. Die Favoriten konnten sich am Ende durchsetzen, die Thuringia Bulls holten zum dritten Mal den Pokal nach Hause.

Der Oettinger Cup bot Rollstuhl-Basketball der Extraklasse. Fotos: Michael Helbing

Der Oettinger Cup bot Rollstuhl-Basketball der Extraklasse. Fotos: Michael Helbing

Am ersten Spieltag stehen die BSC Rollers Zwickau mit zwei Siegen an der Spitze der Tabelle. Der Triple Sieger und Gastgeber RSB Thuringia Bulls und die BG Baskets aus Hamburg leisten sich je einen Ausrutscher sowie einen Sieg. Während Hamburg gegen München mit einem zweiten Sieg am Sonntag 10 Uhr in das Finale einziehen kann, muss der Gastgeber mit seinen Bullen am Sonntag 12.30 Uhr mit vier gegen Zwickau gewinnen.

Dass sich Hamburg und Elxleben auf hohem Niveau bewegen, war zu erwarten. Der Auftritt von Zwickau war dann schon, bei einem Kader von 8 Spielern, überraschend. Die Sachsen haben mit Teambasketball überzeugt und hatten im Spiel gegen Hamburg immer die Nase vorn, zum Teil mit beachtlichen 15 Punkten. Am Ende waren die BG Baskets mit ihrer „Weltauswahl“ noch einmal auf Tuchfühlung. Jan Gans, der überragende Akteur des Auftakttages machte mit zwei Freiwürfen 11 Sekunden vor der Schlusssirene den Sack zu und alle Besucher fragten sich, wie ein deutscher Spieler mit dieser Qualität unter dem Radar der verantwortlichen Trainer bleibt und im deutschen Rollstuhlbasketball eine in Deutschland nicht vorhandene Klasse auf das Parkett bringt.

Der Gastgeber hatte gegen München wenig Probleme und im Spiel der Titelfavoriten gegen Hamburg am Ende mit 66:63 das Nachsehen. In einer hochklassigen Begegnung konnten die Thüringer lange Zeit nicht mit der Treffsicherheit der Hanseaten mithalten. Im letzten Viertel war es vor allem Joke Linden, der sein Team noch einmal mit irrem Tempo Antrieb und gemeinsam mit Alex Halouski fast eine Wende herbei führen konnte. Hamburg rettete sich über die Ziellinie und ist mit diesem knappen Sieg wieder im Turnier.

Der zweite Tag beginnt mit dem erwartet deutlichen Sieg von Hamburg gegen München 89:48. Damit standen die Hanseaten im Finale und der Gegner wurde im Ost Derby Zwickau gegen die Bullen aus Elxleben gesucht. Auf Thüringer Seite galt das Augenmerk, auf das Kontrollieren von Jan Gans und mit dynamischem Spiel gehen die Thüringer mit 18:10 in Führung. Bis zur Halbzeit können die Sachsen auf 31:35 verkürzen und Coach Michael Engel hatte Redebedarf. Im dritten Viertel erzielen die RSB Bulls ein 20:6 und die Finalteilnahme rückte in greifbare Nähe. Auch im letzten Viertel rotieren die Bulls noch einmal kräftig ohne ihre Zielstrebigkeit zu verlieren. Am Ende steht ein deutliches 77:48 auf der Anzeige und das Finale gegen Hamburg stand auf dem Programm.
Das Spiel um Platz drei zwischen München und Zwickau wird zur Spannungskanone. Kein Team kann sich absetzen und bis zur letzten Minute wechselt die Führung hin und her. Als Kim Robins 11 Sekunden vor Schluss mit drei verwandelten Freiwürfen auf 74:73 verkürzt, sieht München wie der Sieger aus. Die Zwickauer kommen mit ihrem letzten Wurf, eine Sekunde vor der Sirene durch Vytautas Skucas zum 75:74 Endstand. Damit landen die Zwickauer verdient auf Platz 3 des 6. Oettinger Cups.

Das Endspiel war der erwartete Leckerbissen für die Freunde des Rollstuhlbasketballs.
Von der ersten Minute an war der deutsche Meister und Pokalsieger hell wach und machte den Gästen aus der Hansestadt das Werfen schwer. Das Spiel wurde von beiden Seiten mit einem irren Tempo unter den Korb getrieben und die Hausherren führten nach dem ersten Viertel 28:16.

Im zweiten Viertel konnten die Hamburger verkürzen und vor allem Jak Williams und Ghaz Choudhry machten den Bullen Sorgen. Zur Halbzeit ging das Team von Micha Engel 42:33 in die Kabine und Hamburg startete besser in die zweite Spielhälfte. Immer wieder versuchten Choudhry und Williams jenseits der Dreipunktelinie ihr Glück, dabei traf Jak Williams mit 4 Dreiern ins Herz der Bullen und der Vorsprung schmolz auf fünf Punkte.

Jetzt hielt auch Andre Bienek dagegen und konterte mit drei Dreiern seinerseits. Das Schlussviertel war dann eine klare Angelegenheit für die Thüringer, die mit diesem Sieg zum dritten Mal den Titel im Oettinger Cup in die Vitrine stellen.

Ein bemerkenswertes Turnier findet seinen Abschluss mit Jan Gans als MVP des Turniers. Der Zwickauer hatte mit seiner Leistung einen beeindrucken Einstand in Deutschlands Eliteliga. Tami Helbing

Die Bullen spielten mit: Benny Kenyon 5, Vasily Kochetkov, Raimund Beginskis 12, Vanessa Erskine, Markus Kietzer, Andre Bienek 13, Marvin Malsy, Jens Albrecht 6, Teemu Partanen 5, Alex Halouski 26, Joke Linden 14

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