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Türken beenden deutsche EM-Träume

Verlängerungskrimi ohne Happyend

Rund 1.500 Zuschauer in der Eissporthalle erlebten bei der Eurobasketball 2013 in Frankfurt am Main ein wahren Halbfinalkrimi, bei dem die deutsche Herren-Nationalmannschaft nach großem Kampf mit 79:89 (17:22/30:32/49:51/69:69) nach Verlängerung der Türkei den Vortritt lassen musste. Im Überkreuzspiel um die Platz fünf bis acht trifft Deutschland nun am Samstag erneut auf die Niederlande.

Dirk Passiwan bringt die nötige Aggressivität zum Topscorer mit. Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

Dirk Passiwan bringt die nötige Aggressivität zum Topscorer mit. Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

Nach einem 9:0-Blitzstart der Türken nach nur zwei Spielminuten drohte die Partie frühzeitig zu einer Enttäuschung zu werden, doch mit einer unglaublichen Moral und den Zuschauern im Rücken kämpfte sich das Team von Bundestrainer Nicolai Zeltinger zurück ins Spiel, hatte beim 23:26 (16.) durch den späteren Topscorer Dirk Passiwan den Anschluss hergestellt und zur Pause die Partie wieder offen gestaltet. Doch zunächst lief der Vize-Europameister auch nach dem Seitenwechsel weiter einem Rückstand hinterher (52:53, 32.). Doch das 54:62 (35.) schien ein wahrer Weckruf für den Gastgeber zu sein, der mit Dreiern von André Bienek und Dirk Passiwan zum 67:64 (39.) die Partie doch noch zu drehen schien. Doch auch die Türkei agierte wie ein Topteam und gab sich noch längst nicht geschlagen, rettete sich in die Verlängerung und hatte dort Mitte der fünfminütigen Extrazeit das glücklichere Händchen zweier starker Teams.

Blick in die türkische Fankurve. Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

Blick in die türkische Fankurve. Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

„Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel abgeliefert, darüber bin ich sehr froh. Umso bitterer ist es in der Verlängerung zu verlieren, obwohl heute Abend beide Teams das Halbfinale verdient gehabt hätten. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Zuschauern, die uns heute getragen haben“, so ein über das Ergebnis logischer Weise enttäuschter Bundestrainer Zeltinger. Seine Mannschaft muss nun am Samstag um 17:15 Uhr im Überkreuzspiel um die Plätze fünf bis acht gegen die Niederlande antreten. Für Deutschland geht es dabei noch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr im südkoreanischen Incheon, für die sich die besten sieben europäischen Teams qualifizieren. Andreas Joneck

André Bienek gegen Kaan Dalay (#11) und Ismail Ar (#8). Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

André Bienek gegen Kaan Dalay (#11) und Ismail Ar (#8). Foto: Uli Gasper/ Uliphoto.de

Deutschland: Dirk Passiwan (42/3 Dreier, Goldmann Dolphins Trier), Thomas Böhme (21, RSV Lahn-Dill), André Bienek (8/2, Uniphol Briantea ´84 Cantu/ITA), Marco Zwerger (4, RSV Lahn-Dill), Björn Lohmann (2, RSV Lahn-Dill), Sebastian Wolk (2, Mainhatten Skywheelers), Jan Haller (RSV Lahn-Dill), Matthias Heimbach (Jena Caputs), Sebastian Magenheim (Mainhatten Skywheelers), Thomas Becker (n.e., Mainhattan Skywheelers), Lars Lehmann (n.e., Mainhatten Skywheelers), Felix Schell (n.e., RSV Lahn-Dill)

Türkei: Özgür Gürbulak (29/3), Cem Gezinci (28), Ismail Ar (10), Ferit Gümüs (10), Murat Arslanoglu (5), Fikri Gündogdu (5), Bestami Bos (2), Deniz Acar, Kaan Dalay, Selim Sayak, Yasin Cirgaoglu (n.e.), Bülent Yilmaz (n.e.)

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