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Sledge-Eishockey-EM: Platz 6 für das deutsche Team

Wichtig für den großen Traum

Die besten sechs Sledge-Eishockey-Teams des Kontinents haben im schwedischen Östersund um Europas Krone gekämpft. Dass sich der große Favorit Russland dabei durchsetzen würde, war keine große Überraschung. Für eine solche hätte gerne die deutsche Nationalmannschaft gesorgt, doch das Team des ehemaligen Eishockey-Profis Andreas Pokorny musste sich mit der Erkenntnis begnügen, in den meisten Spielen auf Augenhöhe gewesen zu sein. Die Heimreise tritt der Europameister von 2005 zwar mit nur einem Punkt aus fünf Partien und dem sechsten Platz an, dafür aber mit vielen gesammelten Erfahrungen auf dem Weg zum großen Ziel: den Paralympischen Spielen in Pyeongchang 2018.

Dem jungen Team diente die EM zum Sammeln von Spielpraxis. Foto: DBS/ Ising

Dem jungen Team diente die EM zum Sammeln von Spielpraxis. Foto: DBS/ Ising

„Unsere neu formierte Mannschaft hat gut gearbeitet und sich richtig reingehangen. Wir haben den jungen Spielern viel Spielpraxis gegeben, denn es ist unser Ziel, dass wir sie mit Blick in die Zukunft besser machen. Dafür war diese Europameisterschaft sehr gut geeignet, da wir ohne Druck aufspielen konnten“, resümiert das Trainerduo Andreas Pokorny und Michael Gursinsky. Gegen Italien (1:3), Schweden (1:2 n.P.) und Tschechien (1:2) habe die Mannschaft auf Augenhöhe agiert und sich mehr verdient gehabt, auch gegen Norwegen hielt Deutschland streckenweise gut mit. Allerdings musste das teils junge Team auch Lehrgeld zahlen – beispielsweise zum Auftakt gegen Italien, als Deutschland nach einem Turnierstart nach Maß in Führung ging und auf das zweite Tor drückte, sich allerdings am Ende geschlagen geben musste. Gegen Gastgeber Schweden wurde die Mannschaft erst unglücklich im Penaltyschießen bezwungen.

„Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen. Kämpferisch kann ich den Jungs absolut keinen Vorwurf machen. Wir nehmen die Erfahrungen mit und wollen sowohl die individuelle Entwicklung als auch den Weg als Mannschaft fortsetzen“, sagt Cheftrainer Pokorny. Der Traum von den Paralympics ist mit dem sechsten Platz bei der EM längst noch nicht geplatzt. Denn um Tickets für Pyeongchang wird das deutsche Team erst bei den Weltmeisterschaften 2017 in Südkorea kämpfen. Die Qualifikation für das Turnier ist bereits gesichert. Und mit den wichtigen Erkenntnissen aus Schweden wird die deutsche Sledge-Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM wieder angreifen. Kevin Müller

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