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Bei den Weltmeisterschaften in Paris

Zweimal Bronze für deutsche Fechterinnen

Mit zwei Bronzemedaillen kehrte das deutsche Team mit dem im Vorfeld gesetzten Minimalziel von der Weltmeisterschaft im Fechten in Paris zurück. 10 Tage lang kämpften Fußgänger und Rollstuhlfechter gleichermaßen um das begehrte Edelmetall in der französischen Hauptstadt.

Florett-Siegerehrung in Paris. Foto: Susanne Richter

Florett-Siegerehrung in Paris. Foto: Susanne Richter

Eine Einzelmedaille konnte die Europameisterin im Degen, Simone Briese-Baetke, für sich erkämpfen. Sie erkämpfte nach langer Krankheit in diesem Sommer die Bronzemedaille in ihrer Paradedisziplin. Für den erneuten Mannschaftsgewinn im Degen reichte es allerdings für das Degenteam nicht. Für die Europameisterinnen reichte es im Degen nur für Position sechs. Briese-Baetke, Annabel Breuer und Zarife Imeri waren diesmal im Florett stark. Das Team gewann Bronze vor Weißrussland. Gold ging an Hongkong vor Ungarn.

Die Herren waren diesmal ohne Chance. Sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft konnten sie gegen ihre starken Gegner nichts ausrichten. Viel zu oft war nach der Vorrunde bereits Schluss. In Paris trafen Olympiasieger, Welt- und Europameister auf das junge Herrenteam und zeigten ihnen deutlich die Grenzen auf. Die Einschätzung des Bundestrainers Swen Strittmatter fiel demnach wie folgt aus: „Durch die beiden Medaillen im Damendegen Einzel und in der Damenflorett Mannschaft haben wir gerade noch das gesteckte Ziel erreicht. Im Hinblick auf die kommenden Weltcupturniere, das neue Punktsystem und die Qualifikation zu den Paralympics 2012 in London werden wir unsere Sportler antreiben, die geforderten Normen zu erreichen. Solange die Eindrücke aus Paris noch frisch sind, werden wir uns im Trainerstab zusammensetzen, die Weltmeisterschaft analysieren und die notwendigen Konsequenzen auf den Weg bringen, denn in den kommenden Jahren wollen wir uns bei den dann anstehenden Europa- und Weltmeisterschaften deutlich besser präsentieren.“

Auch die 1. Vorsitzende des Fachbereichs Rollstuhlfechten, Ira Ziegler, äußerte sich zu den Ergebnissen des deutschen Teams: „Als Fazit bleibt: Hongkong war bei dieser Weltmeisterschaft das dominierende Team, auch wenn sie nicht in allen Waffen und Wettkampfklassen Gold gewonnen haben. Für uns bleibt die Tatsache, an unsere bereits erreichten Erfolge anzuknüpfen und neue Erfolge auf den Weg zu bringen, denn für die anstehenden Meisterschaften im kommenden Jahr gibt es noch deutlich Luft nach oben.“ Susanne Richter

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