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Sebastian Dietz gewinnt in Lyon Silber

Zweiter WM-Titel für Birgit Kober

Birgit Kober sicherte sich nach ihrer Goldmedaille im Sperrwurf bei den IPC-Weltmeisterschaften in Lyon (Frankreich) heute den zweiten Titel im Kugelstoßwettbewerb der Klassen F32/33/34.

Birgit Kober holte im Kugelstoßen ihr zweites Gold in Lyon. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

Birgit Kober holte im Kugelstoßen ihr zweites Gold in Lyon. Foto: Ralf Kuckuck/ DBS-Akademie

17 Athletinnen kämpften zunächst auf zwei Anlagen um den Einzug in das Finale, Birgit Kober vom TSV Bayer 04 Leverkusen lag zu diesem Zeitpunkt mit 9,92m bereits uneinholbar in Führung, was einem Punktwert von 1008 und dem Weltmeisterschaftsrekord entspricht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Mounia Gasmi / Algerien (6,01/ 913 Punkte) und die Griechin Maria Stamatoula (5,92m/ 898 Punkte).

Frances Herrmann vom BPRSV Cottbus erreichte das Finale mit einer Weite von 7,58m, was einem Punktwert von 744 entspricht. „Ab der kommenden Saison wird Frances nur noch in ihrer Klasse F34 an den Start gehen, die Punktwertung entfällt dann. Heute war sie in dieser Klasse Drittplatzierte und das stimmt uns für die Zukunft zuversichtlich“, sagte ihre Trainer Ralf Paulo. Marie Brämer-Skowronek belegte mit 6,90m/ 643 Punkte den 11. Platz.

Sebastian Dietz war ebenfalls wieder eine Klasse für sich. Brach er bereits im Diskuswerfen der Klasse F36 vor wenigen Tagen als erster Mensch mit dieser Behinderung überhaupt die Schallmauer von 40 Metern, gelang ihm heute sein erster Stoß jenseits der 13-Meter-Marke. Zwischenzeitlich auf dem 3. Rang liegend, landete er einen wunderbaren Konter im 6. Durchgang auf die neue persönliche Bestleistung von 13,17m. „Der Wettkampf hat mich richtig gefordert, im letzten Versuch hat wirklich alles gepasst, so gefällt mir das“, strahlte Dietz, dem als einer der ersten Gratulanten DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher Anerkennung zollte.

Hochspringer Marc Lembeck meisterte seine Anfangshöhe von 1,65m im Hochsprungwettbewerb der Klasse T 13 (sehbehindert); bereits bei der nächsten Höhe von 1,70m und drei Fehlversuchen war für ihn Endstation. „Die vielen Marken und Linien auf der Bahn haben mich irritiert, ich hatte ständig das Gefühl falsch zu sein“, so der 24-jährige Leverkusener. Seine Trainerin Steffi Nerius ergänzte: „In Zukunft werden wir im Training auf diese Dinge noch mehr Rücksicht nehmen, denn sein wahres Leistungsniveau hat Marc heute leider nicht gezeigt.“ Markéta Marzoli

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